Die ersten Standalone-Blu-ray-Player von Sony waren nicht gerade ein Hit. Sie kamen einfach in puncto Qualität und Geschwindigkeit bei weitem nicht an die Playstation 3 heran. Doch damit ist nun Schluss. Der Hersteller hat mit seinem rund 390 Euro teuren BDP-S760 zum ersten Mal ein bezahlbares Modell auf den Markt gebracht, das die Spielkonsole bei der Wiedergabequalität schlägt.

Design und Ausstattung

Der BDP-S760 ist nicht gerade eine Schönheit. Seine Oberfläche glänzt zwar schick, fühlt sich aber nach billigem Plastik an. An der Front verdeckt eine über die gesamte Breite des Players verlaufende Klappe das Blu-ray-Laufwerk und ein LC-Display. Letzteres leuchtet durch die Abdeckung hindurch, sodass es auch im geschlossenen Zustand sichtbar ist. Das ist zwar eine nette Idee, Sony hätte sich aber ruhig etwas Spannenderes einfallen lassen können.


Die herunterklappbare Front des Players versteckt Blu-ray-Laufwerk und LC-Display.

Bei den Anschlüssen überzeugt uns der BDP-S760 schon eher. Bereits seine Vorderseite erstaunt uns mit einem Kopfhöreranschluss. Das ist für einen Blu-ray-Player schon sehr ungewöhnlich. Allerdings macht Sony hier nicht halt: Der 3,5-Millimeter-Klinkenstecker gibt nicht etwas nur einfachen Stereo-, sondern 7.1-Ton aus. Zudem sitzt rechts unten am Player ein USB-Port für die Wiedergabe von JPEG-Fotos.

Das Anschlusspanel an der Rückseite des Sony beherbergt eine zweite USB-Buchse. Sie dient als Speichererweiterung und kommt mit USB-Festplatten oder USB-Sticks zurecht. Desweiteren platziert der Hersteller dort einen analogen 7.1-Audioausgang. Er ist besonders für Käufer praktisch, die einen AV-Receiver ohne HD-Audio-Dekoder besitzen und dennoch nicht auf die Vorzüge von DTS-HD und Dolby TrueHD verzichten möchten. Links unten in der Ecke sitzt eine Netzwerkschnittstelle. Über sie greift der Player auf interaktive BD-Live-Inhalte aus dem Internet zu. Wer keine Lust hat, ein Kabel in sein Wohnzimmer zu legen, nutzt einfach das integrierte WLAN nach IEEE 802.11n. Neben BD-Live-Features bezieht der Sony auch JPEG-Fotos von Netzwerkrechnern.

Das Herstellen der dafür notwendigen Verbindung ist ein Leichtes. Der BDP-S760 erledigt fast alles selbstständig. Zwar wird es sicherlich den einen oder anderen Router geben, der auch mit dem Sony nicht zurechtkommt, in unserem Test funktioniert aber alles so, wie es soll.

Leider unterstützt der BDP-S760 bei weitem nicht so viele Medienformate wie der kürzlich von uns getestete LG BD390. Auch den Zugriff auf Youtube verweigert der Sony. Nicht einmal mit dem herstellereigenen AppliCast-Onlinesystem kommt der Player zurecht. Allerdings bietet dieses ohnehin nur wenig Inhalte, was es eher uninteressant macht.

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