Lese-Tipp

In den letzten 35 Jahren hat sich viel getan. Wer sich heute Informationen beschaffen möchte, der geht - wie sollte es auch anders sein - ins Internet. Dem war freilich nicht immer so. Als das Internet tatsächlich noch Neuland war, zog man hierfür Computer-Magazine zu Rate. Und deren Cover hatten es wirklich in sich!

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Acer Aspire One D250

Testbericht

Hersteller: Acer Listenpreis: Fazit:

Mit der Installation des Handy-Betriebssystems Android auf einem Netbook gibt uns der Hersteller Acer die Möglichkeit, typische, alltägliche Anwendungen flott und ohne lange Ladezeit starten und nutzen zu können. Es fährt extrem schnell hoch, aber die Anwesenheit des Alternativ-Betriebssystems führt in der Praxis öfter zu Problemen, als es andere löst.

Pro
  • attraktives Design
  • auffälliges, rotes Gehäuse
  • gute Akkulaufzeit
Contra
  • Android ist sehr simpel und beschränkt
  • fummelige Tastatur
Testurteil
GUT
7,0
von 10 Punkten
7,0 stars

Acer Aspire One D250: Netbook mit Android

Mit dem Aspire One D250 hat Acer ein 10-Zoll-Netbook im Programm, das nicht nur optisch auf den ersten Blick aufgrund seiner attraktiven roten Farbgebung auffällt. Auch unter der Haube verbirgt sich hier etwas ganz besonderes – nämlich das Google-Handybetriebssystem Android, das parallel zu Windows XP installiert ist. Wie sich diese Kombination in der Praxis schlägt, zeigt der Test.

Die neueste Version des 10,1-Zoll-Netbooks von Acer hat nicht nur Windows XP vorinstalliert. Letzteres ist typisch für Netbooks, allerdings wird es Zug um Zug von der neueren Version Windows 7 abgelöst. Zusätzlich zu XP findet sich beim Aspire One D250 auch Google Android auf der Festplatte, ein Betriebssystem, das eigentlich für die Nutzung auf Smartphones gedacht ist. Aber auch unabhängig von dieser Besonderheit ist das D250 einen Blick wert – es sieht gut aus, ist durchschnittlich ausgestattet und mit einem Preis etwa 330 Euro erschwinglich.

Robotern gehört die Zukunft

Wer sich fragt, was Acer geritten hat, ein Handy-Betriebssystem auf einem Netbook zu installieren, bekommt die Antwort genau 17 Sekunden nach dem Druck auf den Einschalter präsentiert. Das Google-System fährt drei Mal schneller hoch als Windows XP – und reicht völlig aus, wenn es darum geht, im Internet zu surfen, E-Mails zu lesen oder Youtube-Videos anzusehen, in denen unfähige Autofahrer und -innen ein- und ausparken. Und all das hat der Nutzer mit Android schon hinter sich gebracht, bevor die Sanduhr von XP endgültig zum erwarteten Mauszeiger mutiert ist.

Viel mehr als das ist unter Android dann aber auch nicht möglich. Es gibt einen Browser auf Firefox-Basis namens Minerfield, Webmail, den Messenger Google Talk und einen Kalender. Weitere Programme verbergen sich hinter einem Tab auf der rechten Seite des Android-Desktops, aber wirklich toll sind die meisten nicht. Vorinstalliert sind der Standard-Android-Browser, ein Wecker, ein Taschenrechner, eine Kamera, die Kontaktliste sowie ein MP3-Player. Alles Tools, die man eben auch auf einem Handy erwarten würde.

Android sorgt für Ärger

So interessant und attraktiv die Anwesenheit der Google-Software auch sein mag – leider bringt die Lösung auch einige Probleme mit sich. Der größte Haken ist natürlich die Tatsache, dass Android für den Einsatz auf Smartphones gedacht und entwickelt wurde und nicht für Note- oder Netbooks. Dementsprechend ist die Bedienung vor allem für Touchscreens optimiert. Doch einen berührungsempfindlichen Monitor hat das Aspire One nicht. Stattdessen gibt es ein Touchpad. Aber das allein reicht nicht aus, um das D250 unter Android zu bedienen. Alle Android-Smartphones besitzen eine mechanische Zurück-Taste in direkter Reichweite. Auf dem Acer erfüllt die Escape-Taste diesen Zweck. Wann immer man eine Ebene zurück wechseln möchte, muss man sie drücken, mit der Maus geht es ansonsten nicht weiter.

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