Acer baut Smartphones – das ist, zumindest hierzulande, noch keine sonderlich bekannte Aussage. In den letzten Wochen gab es zwar immer mal wieder ein Windows-Phone des asiatischen Computerherstellers, doch vom Liquid, auf dem Android läuft, hören wir schon länger nicht mehr viel. Nun hatten wir die Möglichkeit, uns einen Prototypen näher anzusehen.

Hardware

Zusammen mit einer 2 GByte großen microSD-Speicherkarte soll das Liquid 349 Euro kosten – unverbindliche Preisempfehlung, versteht sich. Das ist eine Kampfansage, denn damit liegt das Gerät preislich nur unwesentlich höher als bisherige Einsteiger-Androiden – etwa das Tattoo von HTC, das laut Preisliste mit 339 Euro zu Buche schlägt. Der Unterschied ist nur: Während das Tattoo mit seinem niedrig auflösenden Display und der resistiven Touchscreen-Technik bereits auf den ersten Blick als Billigheimer auszumachen ist, haut Acer hier richtig auf den Putz.

Das Gehäuse besteht zwar „nur“ aus Kunststoff, aber es fühlt sich erstaunlich wertig an und wirkt nicht wie ein billiges Spielzeug. Die dezente Farbwahl trägt ihren Teil dazu bei. Das Chassis ist in glänzendem weiß gehalten, während die obere und untere Kante schwarz spiegelt und graue Tasten an den Seiten für optische Akzente sorgen. Lediglich bei der Materialwahl hätte der Hersteller ruhig noch etwas tiefer in die Tasche greifen können, denn Metall und Glas machen optisch und haptisch einfach mehr her als Plastik.

Dominierendes Element auf der Vorderseite ist das 3,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 mal 800 Pixeln. Das ist mehr, als die Anzeige des iPhones darstellt. Ansonsten finden sich alle Ausstattungsmerkmale in und am Liquid, die sich für ein anständiges Smartphone gehören – UMTS mit HSDPA, WLAN, Bluetooth und GPS sind selbstverständlich.

Erfreulicherweise hat der Hersteller an Feinheiten, die ein gutes Handy ausmachen, nicht gespart. So gibt es eine 3,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standard-Kopfhörern auf der Oberseite, daneben finden sich drei versteckte LED-Statusanzeigen. Die informieren beim ersten Blick und ohne das Handy aus der Westentasche nehmen zu müssen, ob der stolze Besitzer einen Anruf oder eine Textnachricht verpasst hat oder ob der Stromvorrat zur Neige geht.

Neben der Klinkenbuchse gibt es einen weiteren Anschluss: einen Mini-USB-Port an der Unterseite. Er wird von einer Abdeckung aus Gummi geschützt.

Die üblichen Android-Tasten für Menü, Zurück und so weiter unterhalb des Displays arbeiten berührungssensitiv. Uns wären mechanische Tasten zwar lieber, aber das ist Geschmackssache. Auf der Rückseite findet sich die Linse der 5-Megapixel-Kamera – Blitz oder Foto-LED stehen ihr leider nicht zur Seite.

Im Inneren werkelt ein topaktueller Snapdragon-Prozessor, den Acer hier allerdings nicht mit einer Taktfrequenz von 1 GHz betreibt, sondern „nur“ mit 768 MHz. Das ist dennoch mehr, als die meisten anderen (Android-) Smartphones zu bieten haben, und in der Praxis reagiert das Gerät angenehm flott und ruckfrei auf Nutzereingaben.

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