Samsung steckt seine Nase immer tiefer in den Google-OS-Teich. Mit dem Spica bringt der Hersteller bereits sein zweites Android-Handy auf den Markt. Während das neue Modell deutlich besser aussieht als das erste und auch bei der Hardware-Ausstattung zugelegt hat, fehlt ihm aber immer noch der letzte Schliff im Vergleich zu den Android-Vorreitern.

Stärken

Wer die Datenblätter des bereits erhältlichen Samsung Galaxy i7500 und des neuen Galaxy Spica nebeneinanderlegt und vergleicht, stellt eigentlich genau eine signifikante Verbesserung des zweiten Android-Handys fest: mehr Leistung. Der Hersteller hat seiner Neuschöpfung einen schnellen 800-MHz-Prozessor unter die Haube operiert. Das ist besonders erfreulich, da wir beim alten Galaxy oft das Gefühl haben, dass sich die CPU mit den vielen möglichen Herausforderungen etwas schwer tut.

Ein Feature, das das Spica von allen anderen bis dato erhältlichen Andoid-Mobiltelefonen abhebt, ist die Wiedergabe von DivX-Videos. Bei allen anderen Handy mit Google-OS haben wir uns bisher daran gestört, dass sie nur mit wenigen Multimedia-Codes zurecht kommen. Daher ist die DivX-Unterstützung auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings müssen wir uns erst einige Beispielvideos auf der finalen Version des Spica ansehen, bevor wir ihm seine Multimediafreundlichkeit bescheinigen.

Nachteile

In einigen Punkten stellt das Spica im Vergleich zum i7500 aber auch einen Rückschritt dar. Samsung hat die 8 GByte integrierten Speicher auf nur noch schlappe 180 MByte gekürzt. Zwar verfügt auch das neue Galaxy-Modell über einen microSD-Kartenslot, da Anwendungen aus dem Android Market aber nur auf dem Onboard-Speicher installiert werden können, limitiert es die Anzahl an Programmen.

Zudem ist es enttäuschend, dass Samsung nicht auf die neuste Android-Version zurückgreift. Auf dem Spica läuft das Google-OS in der Variante 1.5, obwohl die Version 1.6 bereits verfügbar ist und auf Geräten wie dem HTC Tattoo läuft. Sogar Android 2.0 steht kurz vor der Veröffentlichung und soll mit dem Motorola Milestone schon bald in den Läden stehen. Außerdem hat es Samsung noch nicht geschafft, eine eigene Oberfläche für das OS zu basteln. Daher ist es fraglich, ob sich Käufer wirklich für das Spica entscheiden werden, oder doch lieber auf Smartphones wie das HTC Hero zurückgreifen.

Ausblick

Wir finden es immer erfreulich, wenn ein weiteres Smartphone den Klauen von Windows Mobile entkommt und auf Android setzt. Allerdings dürfte sich das Samsung Spica etwas schwer tun, gegen seine starken Konkurrenten von HTC & Co. zu bestehen. Auf den ersten Blick wirkt es zwar wirklich toll, bei näherem Hinsehen fallen aber schnell Mängel wie die veraltete Android-Version und der Mangel einer coolen Oberfläche auf.

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