Grado ist einer der ältesten amerikanischen Hifi-Hersteller. In den 50er Jahren machte sich der Hersteller mit Plattenspielern, Tonabnehmern und Lautsprechern einen Namen. Während der Konzern immer noch in diesen Bereichen aktiv ist, kennt man ihn heutzutage am ehesten für seine Kopfhörer. Vom 60 Euro teuren iGrado bis hin zum gut 1400 Euro teuren PS1000 ist alles geboten.

Design und Ausstattung

Sämtliche High-End-Kopfhörer aus dem Hause Grado bringen entweder aus Holz oder aus Metall gefertigte Ohrhörer mit. Der PS1000 setzt hier eine Kombination aus Hold und Metall. Die Treiber sind an einer Mahagoniaufhängung und diese Wiederrum an einem Metallaufnahme befestigt. Diese Kombination der beiden Materialien ist ungewöhnlich, scheint aber – verglichen mit früheren Grado-Modellen – für einen besseren Klang zu sorgen. Die Kopfhörer fühlen sich bemerkenswert solide an.

Die Treiber selbst unterscheiden sich optisch nicht sonderlich von denen früherer Grado-Beschaller. Laut Hersteller wurden sie allerdings vollständig neu konzipiert. Bedingt durch die offene Konstruktion nimmt der Zuhörer seine Umgebung jederzeit klar und deutlich wahr. Nachdem die Klangschalen primär für den Hausgebrauch entwickelt sind, ist das nicht negativ zu bewerten.


Die Ohrpolster des PS1000 lassen sich einfach und umkompliziert wechseln.

Der lederbeschichte Kopfbügel rundet die Optik ab. Obwohl der PS1000 vergleichsweise schwer ist, bekommen wir höchstens angesichts des Preisschilds Kopfschmerzen. Die Ohrpolster bestehen aus Schaumstoff und lassen sich einfach austauschen. Bei diesem Modell handelt es sich um die bequemsten Grado-Kopfhörer, denen wir jemals begegnet sind.

Das 1,5 Meter lange Kabel ist etwas dicker und flexibler als das der PS1000-Vorgänger. Von der Y-Strippe führt auf der einen Seite zu jedem Treiber ein separates Kabel, auf der anderen Seite sitzt ein goldbeschichteter 6,3-Millimeter-Stecker. Im Lieferumfang befinden sich außerdem ein 4,5 Meter langes Verlängerungskabel sowie ein 3,5-Millimeter-Adapter. Das 6,3-auf-3,5-Millimeter-Passstück ist zwar etwas sperrig, erfüllt seinen Zweck allerdings ausgezeichnet, wenn wir den Grado beispielsweise mit dem iPod verbinden.

Leistung

Alle Grado-Kopfhörer zeichnet ein besonderer Sound aus. Sie klingen aufregend und extrem dynamisch – wie ein Grado eben. Der PS1000 bringt diese Qualitäten ebenfalls mit, wirkt allerdings feiner, stimmiger und anspruchsvoller designt.

Nachdem der PS1000 in Brooklyn gefertigt wird, beginnen wir unseren Testlauf mit einer Band aus dem New Yorker Stadtbezirk: Oakley Hall. Das Album I’ll Follow You klingt großartig und ist von einem vollen, dynamischen Schwung erfüllt, den man bei zeitgenössischer Rockmusik selten hört. Die Stimmen von Patrick Sullivan und Rachel Cox schallen klar und natürlich in unseren Gehörgang.

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