Wer mehr AV-Komponenten als nur einen Fernseher im Wohnzimmer stehen hat, wird sich sicher auch schon einmal über die vielen notwendigen Fernbedienungen geärgert haben. Entweder versteckt sich genau die gerade benötigte Zappe in der Couchritze, oder die Batterie ist mal wieder leer. Die Lösung sollen Universalfernbedienungen darstellen – wie die Modelle aus Logitechs Harmony-Baureihe. Wir haben uns die neuste Harmony namens 700 genauer angesehen.

Design

Normalerweise sind wir keine Fans von überladenen Fernbedienungen. Viele Knöpfe erschweren die Bedienung. Bis dann der Richtige gefunden ist, vergeht schlichtweg zu viel Zeit. Noch dazu ist es oft so, dass viele der Tasten bei den meisten Anwendern nie zum Einsatz kommen – und somit schlichtweg nutzlos und verwirrend sind. Natürlich ist die Universalfernbedienung Logitech Harmony 700 auch von diesem Problem betroffen. Allerdings sehen wir in diesem Fall darüber hinweg. Schließlich steuert sie nicht nur ein Gerät, sondern viele. So vergeht zwar vielleicht etwas Zeit, bis die richtige Taste gefunden ist, dafür entfällt die Suche nach der richtigen Fernbedienung.

Rein optisch ähnelt das neuste Modell Harmony 700 der bereits von uns getesteten Harmony One. Oben an der Vorderseite sitzt ein 1 Zoll großes LC-Display. Allerdings handelt es sich im Gegensatz zur One nicht um einen Touchscreen. Über dem Bildschirm finden sich dedizierte Knöpfe für TV, Movie und Musik. Außerdem gibt es eine Taste namens More Activities, die wie der Activities-Knopf auf älteren Harmony-Modellen eine Liste mit Favoriten anzeigt.

Ausstattung

Logitechs normale Harmony-Fernbedienungen haben bei CNET immer recht gut abgeschnitten. Für die Touchscreen-Modelle wie die Harmony 1100i gilt das nicht ganz, da sie einfach viel zu teuer sind und ihre Vorteile so etwas fragwürdig wirken. Bei der Harmony 700 kommt das gleiche webbasierte Konfigurationssystem zum Einsatz, das der Hersteller bei all seinen Universalfernbedienungen nutzt. Laut Logitech kennt die Datenbank der Lösung die Infrarot-Codes für rund 225.000 Geräte. Zudem ist es möglich, unbekannte Modelle mittels deren Originalfernbedienung anzulernen.

Die Software der Harmony 700 mag zwar gleich sein, allerdings kommt uns das neue Modell etwas wie eine abgespeckte Version älterer Harmony-Fernbedienungen vor. Es ist lediglich in der Lage, sechs Geräte gleichzeitig zu bedienen. Bei der One oder der 785 waren es satte 15. Natürlich hat nicht jeder mehr als sechs AV-Geräte zu Hause. Dennoch stört uns diese Begrenzung. Sie wird besonders Käufer an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen, die sich die Harmony 700 kaufen und dann ein siebtes AV-Gerät wie einen Blu-ray-Player anschaffen. In so einem Fall liegen schließlich doch wieder mehrere Fernbedienungen auf dem Sofa und in dessen Ritzen.

Im Gegensatz zu anderen von uns getesteten Harmony-Baureihen integriert Logitech in die 700 wiederaufladbare AA-Batterien anstatt eines Lithium-Ionen-Akkus. Das hat den Vorteil, dass sich die Stromspeicher durch gewöhnliche Batterien ersetzen lassen, wenn sie einmal zu einem unpassenden Zeitpunkt leer sind. Allerdings müssen Käufer der Harmony die mitgelieferten Akkus dafür via Micro-USB-Kabel aufladen, anstatt einfach die Fernbedienung ins Dock zu stellen.

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