Bada: Samsung stellt neues Handy-Betriebssystem vor

Samsung hat diese Woche in London mit Bada die neueste Version des hauseigenen Handy-Betriebssystems vorgestellt. Zwar bauen die Koreaner auch Smartphones mit Symbian, Android und Windows Mobile, doch speziell im etwas günstigeren Segment der vollausgestatteten Touchscreen-Modelle wird es Zeit für einen Generationswechsel – schließlich gibt es für das aktuelle Betriebssystem weder einen App Store noch eine große Auswahl an nachladbaren Applikationen.

Samsung Bada

Das soll sich mit Bada ändern, wenn es nach Samsung geht. Zu diesem Zweck stellt das Unternehmen Entwicklern von Spielen, Programmen, Social-Network-Apps & Co. eine breite Palette an Toolkits zur Verfügung, die das Programmieren vereinfachen sollen. Dazu gehören neben der Möglichkeit, Applikationen in Flash oder in C++ entwickeln zu können auch verschiedene Schnittstellen, die modellübergreifend Zugriff auf Hardwarekomponenten wie 3D-Beschleunigung, Bluetooth, Internetzugang oder GPS-Koordinaten ermöglichen. Auch das Einbetten von Standard-Elementen wie Karten soll einfach zu handhaben sein.

Darüberhinaus öffnet das Unternehmen auch den Geldkoffer und lockt Entwickler von Programmen für Smartphones wie dem iPhone, den Android-Modellen, Symbian oder Windows Mobile mit Preisen im Wert von insgesamt 2,7 Millionen Dollar. Im Gegensatz zu den bekannten und verbreiteten Betriebssystemen für Mobiltelefone erhoffen sich die Koreaner mit Bada eine höhere Flexibilität und Anpassbarkeit an die Bedürfnisse von Kunden und Netzbetreibern. In wie weit sich das hauseigene Bada, das Mitbewerbern wohl nicht zur Verfügung gestellt werden wird, gegen die gewachsene Konkurrenz bestehen kann, wird sich noch zeigen. Im Moment warten wir auf die ersten Geräte, damit der Hersteller die Leistungsfähigkeit seiner Plattform unter Beweis stellen kann.

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