Mit dem X6 hat Nokia endlich ein Musik-Handy im Programm, das – zumindest auf dem Papier – all die Anforderungen erfüllt, die wir schon an das 5800 Xpress Music gestellt haben. Seit der Markteinführung des 5800 im Februar ist viel Wasser die Isar herunter geflossen. Wir sind gespannt, ob die Finnen auch in der Praxis von den Schwächen ihres ersten Touchscreen-Handys gelernt und beim X6 die entsprechenden Konsequenzen gezogen haben.

Kapazitives Touchscreen-Display

So führend Nokia in der Vergangenheit auch war: Inzwischen gibt es einiges aufzuholen. Den lukrativen und prestigeträchtigen Touchscreen-Markt bedient der Hersteller erst seit diesem Jahr – und setzt dann auch noch auf die veraltet anmutende, resistive Technik, die nur auf Druck, aber nicht auf Berührung reagiert.

Zumindest diese Kritik scheint angekommen zu sein. So ist das X6 nun das erste Smartphone der Finnen mit kapazitivem Touchscreen. Ansonsten wirkt es ein bisschen wie der direkte Nachfolger des 5800 Xpress Music.

Unter der Haube kommt noch immer das bewährte Symbian-Betriebssystem zum Einsatz, das seinen Zweck bei Geräten mit Tastatur und 4-Wege-Navigation hervorragend und vorbildlich erfüllt. Unter einem berührungsempfindlichen Display wirkt es allerdings noch immer etwas fehl am Platze. Wie gehabt öffnen sich etwa Punkte des Hauptmenüs mit einem einfachen Fingertipp, Kontakte im Telefonbuch beispielsweise aber erst nach zweien. Natürlich gibt es größere Probleme und man gewöhnt sich daran, aber in Anbetracht der coolen Oberflächen von Android & iPhone ist das einfach nicht das Gelbe vom Ei.

Im Vergleich zu früheren Touchscreen-Modellen von Nokia hat sich aber dennoch einiges getan. Das liegt wohl hauptsächlich an der neuen Technik, die einfach deutlich besser reagiert und nicht mehr den Einsatz des Fingernagels oder eines Stifts erfordert. Im Vergleich zu anderen Smartphones mit kapazitivem Display ist das X6 aber immer noch nicht auf der Höhe der Zeit.

Musikzauber

Punkten kann das X6 mit seinem 32 GByte großen internen Speicher sowie mit Comes with Music, also dem Nokia-eigenen Musikdienst. Ein Ein-Jahres-Abo ist enthalten – in dieser Zeit kann der Nutzer sein Handy beliebig und ohne Aufpreis mit Sound füllen. Allerdings sind die Tracks allesamt mit DRM versehen. Das Übertragen auf den PC, einen anderen MP3-Player oder ein anderes Handy ist also nicht möglich. Immerhin: Der Nutzer darf heruntergeladene Songs auch nach dem Ablauf der Jahres-Flatrate behalten und weiterhören. Das ist alles andere als selbstverständlich.

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