Wer schon häufiger einen Blick auf das 5800 XpressMusic oder das X6 von Nokia geworfen hat, die Geräte aber für zu teuer empfindet, hat mit dem 5530 XpressMusic nun eine günstigere Alternative.

Kosten und Haken

Das 5800 XpressMusic war das erste Nokia-Handy mit Touchscreen – erst danach folgte beispielsweise das hauseigene Flaggschiff N97. Beide Geräte zielen auf den oberen und teuren Bereich des Handymarkts ab. Dementsprechend teuer ist auch der Einstieg in die Welt der Nokias mit berührungsempfindlichem Display. Bis jetzt zumindest, denn das 5530 ist deutlich günstiger zu haben. Um den Preis auf unter 200 Euro zu drücken, musste der Hersteller allerdings einige Kompromisse eingehen.

Optisch erinnert das Musikhandy an den großen Bruder 5800, aber es ist mit einem deutlich kleineren Display ausgestattet – 2,9 statt 3,2 Zoll. Auf dem Papier klingt das nicht nach viel, aber in der Praxis fallen die fehlenden sieben Millimeter in der Diagonale durchaus auf. Immerhin ist die Auflösung mit 640 mal 360 Pixeln auf dem gleichen Niveau.

Darüber hinaus haben die Finnen auf eine schnelle Internetverbindung verzichtet – statt UMTS oder HSPA gibt es hier lediglich GPRS und Edge. Immerhin ist WLAN integriert. Das ermöglicht schnelles Surfen mit dem vorbildlichen Webbrowser bei Freunden, im Café oder zu Hause. Flash stellt der Browser übrigens nur begrenzt dar.

Außerdem gibt es keinen GPS-Empfänger. Wer den Kartendienst nutzen möchte, kann sich lediglich über das Handynetz orten lassen. Das funktioniert zwar, ist aber nicht sonderlich genau.

Ansonsten kommt uns das günstige XpressMusic durchaus bekannt vor. Beim Betriebssystem setzen die Entwickler wie gehabt auf Symbian S60 in der 5. Edition – genauso wie bei den größeren Brüdern 5800 und N97. Die Bedienung funktioniert gut, und es sind diverse Programme vorinstalliert. Über den Ovi Store lassen sich weitere Apps nachladen.

Eine Kritik bleibt allerdings bei der Bedienung. So gut das Symbian-System auch bei Handys mit klassischer Vier-Wege-Navigation und OK-Taste funktioniert, so mäßig wirkt die Anpassung an den Touchscreen. Das ist kein Vergleich zu Android oder dem iPhone-Betriebssystem. Das Ganze wird noch durch das resistive Display verstärkt: Eingaben erkennt das XpressMusic nur mit Druck, Berühren reicht nicht. Gelegentlich muss der Nutzer mehrmals tippen und Multitouch oder ähnlich coole Spielereien gibt es ebenfalls nicht.

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