Archos 5 Internet Tablet für 500, Apple iPod Touch für 300 und Cowon iAudio 9 für 160 Euro – für MP3- und Videoplayer viel Geld loszuwerden, stellt kein Problem dar. Allerdings können die meisten im Lieferumfang enthaltenen Kopf- beziehungsweise Ohrhörer bei weitem nicht mit den klanglichen Möglichkeiten mithalten, die die Wiedergabegeräte bieten. Der Phiaton MS 400 ist primär für den Einsatz an tragbaren Playern konzipiert und kitzelt aus den kleinen Unterhaltungsmaschinen einen beeindruckenden Klang heraus.

Design und Ausstattung

Abgesehen von den roten Elementen ist das Design des Phiaton MS 400 für einen Kopfhörer relativ gewöhnlich. Ein gepolsterter Bügel verbindet die beiden ovalen Ohrmuscheln miteinander. Die zwei Lautsprecher lassen sich um 180 Grad drehen, was insbesondere Hobby-DJs freuen dürfte. Hier kann der Dr.-Dre-Kopfhörer mit seinem starren Gehäuse nicht mithalten.

Allerdings stören wir uns etwas an dem Y-Kabel des MS 400. Statt aus nur einem, kommt aus beiden Ohrmuscheln eine Strippe, was gelegentlich für Kabelverhau sorgt. Das kann die Konkurrenz teilweise besser. Zudem gerät die Verbindungsstrippe etwas kurz – sie ist rund 1,20 Meter lang und reicht damit beim besten Willen nicht vom heimischen Verstärker zum Sofa. Für den Musikgenuss via MP3-Player ist die Länge dagegen genau richtig.


Rottöne und Carbon: Der Phiaton MS 400 fällt auf wie ein bunter Hund.

Im Lieferumfang des Kopfhörers befinden sich außerdem eine solide Tragetasche mit Reißverschluss sowie ein 6,3-auf-3,5-Millimeter-Adapter, um den MS 400 an den AV-Receiver anzustöpseln. Ein Verlängerungskabel liegt nicht bei – schade.

Alles was an dem Kopfhörer weich ist, färbt der Hersteller rot ein. So stechen Kopfbügel und Ohrpolster stark ins Auge. Wer nicht auffallen und Blicke ernten möchte, ist mit dem MS 400 falsch beraten. Die Außenseite der beiden Ohrmuscheln bestehen aus Carbon – ein weiteres Designelement, mit dem der MS 400 aus der grauen Masse seiner Konkurrenten heraussticht.

Der Kopfhörer sitzt sehr bequem auf dem Kopf. Auch nach mehrstündigen Musiksessions stellen wir keine Druckstellen oder dergleichen fest. Allerdings werden die Ohren mit der Zeit recht warm. Gerade an heißen Tagen könnte das unangenehm werden.

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