E-Book-Reader und Inhalte im Überblick: Hat die Zeitung ausgedient?

Wer sich heute in der S-Bahn auf dem Weg in die Arbeit über aktuelle Themen informieren möchte, greift zur Tageszeitung. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben. E-Book-Reader sind auf dem Vormarsch und speichern dutzende Schmöker digital im hosentaschentauglichen Format. Wir erklären, welche Lesegeräte und Bücher in Deutschland verfügbar sind.

Das E-Book – oder auf Deutsch: das elektronische Buch – erlebt derzeit einen Aufschwung. Die Anzahl verfügbarer Lesegeräte hat deutlich zugenommen, und Amazon bietet seinen Kindle endlich auch in Europa an. Sony muss seine hiesige Marktdominanz zusätzlich gegen asiatische, amerikanische und europäische Konkurrenten verteidigen. Und auch für Apples iPhone gibt es die erste Reader-App für E-Books. Also allerhöchste Zeit für einen Überblick über verfügbare Hardware, Software und Inhalte.

Was sind eigentlich E-Books?

Die E-Book-Technologie ist der Versuch, die medientypischen Eigenschaften des Buchs in digitaler Form zu reproduzieren und nutzbar zu machen. Dass das schon alleine auf Grund der limitierenden Hardware nicht zu 100 Prozent gelingen kann, leuchtet ein. Denn selbst moderne, flache und leichte E-Book-Reader sind trotz aller technischen Fortschritte bei der Display- und Akkutechnik nicht so unempfindlich und unbegrenzt wie Bücher. Außerdem fehlt einfach das Anfassgefühl, das sich beim Durchblättern und Lesen eines echten Schmökers einstellt.


E-Book-Reader speichern tausende Bücher. Dennoch sind sie kleiner als ein gewöhnlicher Roman.

Dafür punkten die digitalen Pendants mit Vorteilen, die klassische Bücher oft genug in den Schatten stellen. So bieten sie in der Regel Volltextsuche, nehmen Notizen auf oder spielen Musik ab und speichern dutzende, hunderte oder tausende Bücher in einem Gerät von Taschenbuchgröße, so dass man seine ganze (Fach-)Bibliothek mit sich herumtragen kann. Wer es eilig hat, packt neu gekaufte elektronische Bücher zudem in Sekundenschnelle (unter Umständen sogar per Mobilfunk) auf seinen Reader – Download genügt, Postversand und -laufzeit sind kein Thema mehr.

Für Nachschub an frischem Lesestoff ist ebenfalls gesorgt: Immer mehr Verlage produzieren neu aufgelegte Bücher – vor allem Fach- und Sachbücher – parallel zu Print-Ausgabe auch gleich in digitaler Form. Bereits 2007 waren laut der Frankfurter Buchmesse 30 Prozent aller neuen Fachbücher als E-Books verfügbar. 2008 wurde von einem exponentiellen Wachstum gesprochen. Das Angebot deutschsprachiger Titel soll so Monat für Monat um über 100 Stück wachsen. Gleichzeitig werden laufend alte Ausgaben digitalisiert und sogar lizenzfrei angeboten.

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