Bei seinem Xperia Pureness hat Sony Ericsson auf jeglichen Ballast verzichtet und ein schickes und einfaches Handy gebaut, das sich besonders für Partygänger eignet. Zwar gibt es für den Preis des Pureness deutlich besser ausgestattete Geräte, wer aber ein Mobiltelefon möchte, dass aus der Masse heraussticht, ist hier genau richtig. Das Modell soll noch dieses Jahr für rund 650 Euro auf den deutschen Markt kommen.

Nackte Tatsachen

Laut Hersteller haben die Entwickler des Pureness beim Design ganz von vorne angefangen. Dabei scheint es, als hätten sie etwas vergessen: Der Screen des Handys besitzt nämlich keine hintere Abdeckung – und Farben stellt er auch nicht dar. Stattdessen handelt es sich beim Display um ein 1,8 Zoll großes, durchsichtiges Glas-Panel, das das Benutzerinterface in frostigem Weiß anzeigt. Das sieht in etwa so aus, wie Beschlag auf einem Spiegel im Badezimmer. Macht mächtig Eindruck – allerdings sollten Besitzer des Pureness keine Nachrichten mit privaten Informationen versenden oder erhalten. Schließlich könnte sie dank des durchsichtigen Bildschirms jeder in der Umgebung mitlesen.


Das Display des Xperia ist bei Tageslicht fast nicht lesbar.

So handelt es sich beim durchsichtigen Display des Xperia zwar um eine stylische Neuerung, allerdings hat diese neben der fehlenden Privatsphäre noch weitere Nachteile. Bei Tageslicht ist das durch LEDs rund um die Glasscheibe beleuchtete Panel nur schlecht lesbar. Erst bei Dunkelheit – etwa abends in einem düsteren Club – erscheint der Inhalt klar.

Beim Tastenfeld haben sich die Designer ebenfalls etwas einfallen lassen. Es erscheint solange als glatte, schwarze Fläche, bis die LED-Hintergrundbeleuchtung bei einem Tastendruck die Beschriftungen auf die Knöpfe zaubert. Dieses Stealth-Keyboard und der durchsichtige Screen verleihen dem Pureness einen eleganten Look, der an der Cocktailbar sicherlich viele Blicke auf sich zieht. Allerdings machen der farblose und unscharfe Bildschirm die wenigen Features des Handys – etwa den Webbrowser – nahezu nutzlos. Eine Kamera fehlt dem Sony Ericsson ebenfalls.

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