Olympus E-P1, Ricoh GXR, Canon G11 in Südamerika: erste Eindrücke

CNET.de in SüdamerikaJetzt ist es tatsächlich soweit: Nach insgesamt 28 Stunden Reise habe ich südamerikanischen Boden unter den Füßen. Allerdings erst in Santiago de Chile, der Weiterflug nach Punta Arenas – der südlichsten Kontinentalstadt der Welt – ist noch nicht in trockenen Tüchern. Der Weg führt an diverse Ticket-Schalter. 20 Minuten, einen starken Kaffee und etliches an Feilschen später ist der Flug gebucht, und es bleiben rund 15 Stunden in der chilenischen Hauptstadt.

Also schnell Gepäck loswerden, einen Kühlschrank für den Cholera-Impfstoff meines Mitreisenden finden, und auf geht’s ins Herz der Sieben-Millionen-Metropole. Mercado Central, hier soll es richtig gutes Essen geben. Ein deutscher Auswanderer versucht vehement, uns in sein Restaurant zu bugsieren – und sieht mit blauem Auge, ausgeschlagenem Zahn und Schrammen am Kopf aus, als wäre die letzte Nacht nicht gut gelaufen.

Wir landen schließlich nebenan und teilen uns eine gemischte Fischplatte – Abalone, durch und durch schwarze Muscheln und roher Mini-Tintenfisch samt Innereien. Mit dem mulmigen Gefühl, demnächst viel Zeit auf der Toilette zu verbringen geht’s weiter, und die ersten Fotos landen im Kasten. Beim Fotografieren fühlen wir uns nicht wirklich sicher. Wer packt schon gerne im dichten, südamerikanischen Gedränge eine Olympus E-P1, eine Ricoh GXR und eine Canon G11 aus?

Nach dem Verlassen des Marktes stellen wir fest: Das war eine Touristenfalle. 200 Meter weiter geht der „richtige“ Markt los – der Boden füllt sich mit zertrampelten Lebensmitteln, die Luft mit exotischen Gerüchen und die Gänge mit mehr und mehr Einheimischen. Ich lerne Jaime kennen, einen Chilenen, der seit Jahren seinen Lebensunterhalt mit dem Bewachen einer einzigen Straße verdient. Bewachen im Sinne von „Wer bezahlt, kann sein Auto ein paar Stunden später wieder in einem Stück vorfinden“. Sein Einkommen liegt dreimal höher als der chilenische Durchschnitt, dafür haben sie vor zwei Jahren seinen Bruder bei der gleichen Tätigkeit ein paar Straßen weiter erschossen.


So sieht die Abfahrt ins Zentrum von Santiago de Chile durch die Augen der Olympus E-P1 aus.

Ich verdaue die Geschichte und fahre mit einer uralten Zahnradbahn auf den Cerro San Christóbal, der einen eindrucksvollen Blick auf die Metropole vermittelt. Sieben Millionen Einwohner leben hier in einem Tal, umgeben von einem halben Dutzend über 6000 Meter hoher Berge. Zeit für etwas Entspannung, bevor ich mich zwei Stunden später mit meiner gesamten Ausrüstung ins Nachtleben von Santiago stürze. Vorsicht ist geboten, aber ein paar Bars später komme ich vollständig am Flughafen an. Von dort aus geht es nach Punta Arenas – der südlichsten Kontinentalstadt der Welt. Erst nach 16 Stunden Schlaf bin ich in der Lage, diese Zeilen zu tippen. Wer bis jetzt noch nicht auf die Fotostrecke geklickt hat, bekommt dort mehr Bilder und Details der drei Kameras zu sehen, die mich auf dieser Reise begleiten. (Fotos: CBS Interactive)

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