CES 2010: superflacher eBook-Reader Skiff mit Metal-Foil-Display

Skiff ReaderObwohl auf der diesjährigen CES viele neue eBook-Reader erwartet werden, dürfte der in Kooperation mit dem US-Mobilfunkprovider Sprint konzipierte Skiff Reader den Vogel abschießen. Im Gegensatz zu den meisten anderen eBook-Readern integriert er nämlich kein ePaper-Display des Herstellers E-Ink, sondern ein so genanntes Metal-Foil-Display von LG, dank dem das Gerät flacher als jedes andere Produkt auf dem Markt sein soll.

Das mit 11,5 Zoll Bildschirmdiagonale sehr große Display löst – zumindest für eBook-Reader – gigantische 1200 mal 1600 Pixel auf. Der Skiff Reader soll das erste Gerät dieser Art mit der neuen LG-Technik sein. Seine Anzeige besteht aus einer dünnen, flexiblen Folie aus rostfreiem Stahl, auf die Silicon-TFTs aufgebracht sind.

Im Gegensatz zu den anderen eBook-Readern, deren ePaper-Displays meist unter Glas liegen, soll das von einem Magnesium-Rahmen umgebene Metal-Foil-Display absolut bruchsicher sein. Außerdem soll die Anzeige berührungsempfindlich sein und eine Bedienung sowohl mit den Fingern als auch mit Digitizer-Stiften erlauben.

Mit dem 22,9 mal 27,9 Zentimeter großen, knapp 7 Millimeter dicken und 498 Gramm schweren Skiff Reader sollen Anwender Zeitungen, Zeitschriften, eBooks und persönliche Dokumente lesen können. Das Gerät integriert ein UMTS- und ein WLAN-Modul und bietet einen USB-2.0-Port für Kabelverbindungen zum Computer.

Der Skiff Reader verfügt über eine Marvell-CPU und bietet 4 GByte Speicherplatz sowie einen SDHC-2.0-kompatiblen Speicherkarten-Steckplatz. Außerdem sind eingebaute Lautsprecher und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse an Bord.

Skiff Reader

Die Stromversorgung übernimmt ein leistungsstarker Lithium-Ionen-Akku, der nach zwei bis drei Stunden Ladezeit für eine Woche Akkulaufzeit gut sein soll. Da ePaper-Geräte nur beim Umblättern der Seiten oder bei der Aktivierung zusätzlicher Komponenten wie den Funkmodulen nennenswert Energie verbrauchen, ist eine Angabe von Seitenwechseln in der Regel besser als die durchschnittliche Akku-Laufzeit. Obwohl sich Skiff hier nicht exakt festlegt, lässt man sich doch zu der Aussage hinreißen, dass der Akku für tausende Seitenwechsel einschließlich periodischer Wireless-Nutzung ausgelegt ist – genug für etliche Tageszeitungen und das eine oder andere Buch.

Skiff ist bezüglich des Skiff Readers eine mehrjährige Kooperation mit dem Mobilfunk-Provider Sprint eingegangen. Im Laufe des Jahres soll der eBook-Reader dann in mehr als 1.000 Sprint-Shops in den USA und auf der Sprint-Webseite angeboten werden – bleibt zu hoffen, dass wir in Good old Germany auch davon profitieren.

Der Hersteller will, ähnlich wie Amazon beim Kindle, Anwendern Inhalte über einen eigenen Shop namens Skiff Digital Store selbst anbieten. Über ihn sollen Nutzer auf eine breite Palette von Zeitungen, Zeitschriften, Bücher Blogs und andere Inhalte zugreifen können. Zur Verfügbarkeit, zum Preis des Geräts und zu weiteren Vertriebskanälen wurden keine weiteren Angaben gemacht. (Foto: Skiff)

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