CES 2010: Brennstoffzellen-Ladesystem Horizon HydroFill für Gadgets & Co

Horizon Fuel Cell Technologies stellt auf der CES 2010 das für die heimische Nutzung konzipierte Brennstoffzellensystem HydroFill vor, mit dem sich kleinere Elektronika betreiben lassen sollen. Denn nach Meinung des Hersteller führt der Weg zu sauberer Energie über kleine Gadgets statt über große Autos. Das System soll im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen.

Horizon Hydrofill

HydroFill extrahiert Wasserstoffgas aus Wasser und speichert es in so genannten Hydrosticks. Sie sehen aus wie Batterien und sind kleine Speicher mit einer Metalllegierung, die den Wasserstoff absorbiert. Um Endgeräte laden zu können, nutzt der Anwender dann ein Taschen-taugliches, bereits seit 2009 verfügbares Brennstoffzellen-Ladegerät namens MiniPak, das den Wasserstoff aus den Hydrosticks zieht und Strom produziert. Der MiniPak soll mobile Endgeräte per USB-Port oder Mobiltelefon-Adapter aufladen können. Außerdem will der Hersteller einen optionalen Akku-Lader für AA-Babyzellen anbieten.

Horizon sieht das HydroFill-System als kleinen Schritt auf dem Weg zur so genannten Wasserstoff-Wirtschaft, in der Wasserstoff ein Energieträger ist und Brennstoffzellen Energie produzieren. Das Unternehmen bietet mit dem HydroPak bereits ein größeres, portables Lade- und Stromversorgungssystem an, das die gleiche grundlegende Technologie nutzt, und plant die Expansion in andere Bereiche (beispielsweise Gartenarbeit).

Während der Benutzung soll HydroFill absolut sauber sein und keine schädlichen Stoffe wie Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid produzieren. Denn die ablaufende chemische Reaktion produziert lediglich Wasserdampf, aber keine Luftschadstoffe.

Um die Hydrosticks mit Wasserstoffgas zu laden, muss das HydroFill aber mit Strom versorgt werden. Das geschieht entweder durch den Anschluss an einer Steckdose (was den Sinn und Zweck des Ganzen etwas ad Absurdum führt), mit einem kleinen Solar-Panel oder mit einer kleinen Wind-Turbine.

HydroFill soll 2,5 Watt Leistung erreichen, so dass es sich für Smartphones, Digitalkameras, Navigationsgeräte und Mobiltelefone empfiehlt, die typischerweise mit 5-Volt-Ladegeräten aufgeladen werden.

Zu genauen Preisen und zur exakten Verfügbarkeit des HydroFill ließ der Hersteller noch nichts verlauten. (Foto: Horizon Fuel Cell Technologies)

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