CES 2010: NextComputing zeigt den Traum aller LAN-Gamer

NextComputing zeigt mit dem portablen Gaming-PC Radius XG auf der CES ein Gerät, vom dem wohl viele LAN-Gamer träumen dürften. Beim Radius XG handelt es sich praktisch um einen dank Tragegriff recht unkompliziert zu bewegenden Rechner, der mit allen gewünschten Komponenten in Standardgröße bestückt oder später aufgerüstet werden kann. Der Clou: In seine Flanke ist ein WUXGA+-Display mit 1920 mal 1200 Pixel Auflösung und einer Diagonalen von 17 Zoll integriert.

Tragbarer Gaming-PC NewxtComputing Radius XG

Der Radius XG kann mit einem Intel Core i7 (3,2 GHz oder Extreme Edition mit 3,33 GHz) auf einem Asus-Mainboard, 6, 12 oder 24 GByte RAM sowie Grafikkarten von Nvidia und ATI bestückt werden. An Laufwerken bietet er ein oder zwei SATA-Festplatten bis 500 GByte oder SSDs mit bis zu 120 GByte sowie einen DVD-Brenner. Optional sind auch bis zu sechs SATA-HDDs möglich.

Für interne Komponenten stehen zwei PCI-Express-2.0-x16- sowie je ein PCI-Express-2.0-x4- und PCI-Slots zur Verfügung. Für externe Geräte bietet er folgende Schnittstellen: P/S2, 6 mal USB 2.0, Firewire, eSATA (3 GBit/s), Gigabit-LAN, S/PDIF und analoges Audio über sechs Klinkenbuchsen. Die Stromversorgung des 42,7 mal 29,1 Zentimeter großen und 15,1 Zentimeter tiefen Kastens mit einem Gewicht von rund 6,8 Kilogramm übernimmt ein 460 Watt starkes Silent-Netzteil.

Aufgrund seiner Größe und des Fehlens eines Akkus ist der NextComputing Radius XG offensichtlich nicht für echtes mobiles Gaming im Biergarten gedacht. Aber wenn man die für Gamer konzipierten Desktop-Replacement-Notebooks betrachtet, die in der Regel ungemein klobig sind, eine bestenfalls bescheidene Akkulaufzeit haben und zum Ausschöpfen der vollen Performance so oder so am Stromnetz hängen sollten – ist das dann wirklich ein so großer Unterschied?

Die Preise des Radius XG beginnen bei 6000 Dollar (rund 4200 Euro). Kein Pappenstiel, aber immerhin gibt es dann schon einen Soft-Case-Schutztasche dazu… Wenn das integrierte Display nicht genug ist, montiert der Hersteller übrigens, natürlich gegen Aufpreis, seitlich zwei zusätzliche WUXGA+-Displays.

Klar, das Ding ist teuer und wird definitiv keinen Massenmarkt finden. Aber allein der Gedanke, sich mit diesem Koffer voller Schmerzen für die Konkurrenz zur nächsten LAN-Party zu begeben und die Türen einzutreten, hat definitiv was. Es gibt halt kaum einen anderen Rechner, der einen ähnlich bösen Eindruck hinterlassen dürfte wie der Radius XG. (Foto: NextComputing)

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