Akkutipps: So halten Notebook, Handy und MP3-Player länger durch

Lithium-Ionen-Akkus stecken in fast allen portablen Geräten. Sie haben zwar theoretisch keinen Memory-Effekt, ihr Alterungsprozess beginnt aber dennoch gleich nach der Herstellung. Wie schnell er voranschreitet, liegt in der Hand des Nutzers. Wir erklären, wie Besitzer von Smartphones, Notebooks oder MP3-Playern längere Lauf- und Lebenszeiten aus ihren Geräten herauskitzeln.

Dank hoher Energiedichte und nicht vorhandenem Memory-Effekt sorgen Lithium-Ionen-Akkus im Vergleich zu ihren Nickel-Cadmium-Brüdern für deutlich längere Laufzeiten portabler Geräte. Perfekt sind aber auch sie leider nicht. Jeder, der ein iPhone besitzt, hat sich sicher schon einmal geärgert, wenn der über Nacht geladene Akku bereits am nächsten Nachmittag den Geist aufgibt – natürlich genau dann, wenn ein wichtiger Anruf eingeht. Auch Notebooks machen meist dann schlapp, wenn man das mühsam angelegte Dokument gerade speichern will. Verantwortlich dafür sind die schlicht immer noch zu geringen Kapazitäten der Stromspeicher. Wenn der Akku dann noch etwas älter ist und nur noch halb so lange durchhält wie ein neuer, bleiben nur zwei Möglichkeiten: Einen teuren Ersatz kaufen, oder mit der kurzen Laufzeit leben.

Schuld an den mit der Zeit immer schwächer werdenden Lithium-Ionen-Akkus sind Verschleißerscheinungen. An den beiden Kontakten einer Lithium-Ionen-Zelle hängen Elektroden. Die Positive enthält meist Lithium-Metalloxide, die negative besteht aus Graphit. Bei Laden wandern Lithium-Ionen von Pluspol zum Minuspol. Dort werden sie im Graphit eingelagert. Beim Entladen fließen sie wieder zurück. Damit diese Übertragung funktioniert, enthält ein Lithium-Ionen-Akku eine Elektrolytlösung. Kommt diese allerdings mit dem Graphit der negativen Elektrode in Berührung, zerstört sie es. Daher ist das Graphit mit einer Deckschicht versehen, die die Ionen durchlässt, das Lösungsmittel aber abschottet. Allerdings altert diese Schicht. Mit der Zeit können so beim Laden immer weniger Lithium-Ionen im Graphit gespeichert werden, wodurch die Kapazität des Akkus und die maximal mögliche Stromstärke abnehmen.

Dieser Prozess lässt sich nicht aufhalten, durch bestimmte Verhaltensweisen aber verlangsamen. Die zwei wichtigsten Faktoren sind die Temperatur und der Ladezustand.

Mobiler Betrieb

Nutzt man sein Notebook häufig unterwegs, ist der Akku einer Dauerbelastung ausgesetzt. Das gleiche gilt für Smartphones und andere portable Begleiter. Wichtigste Maxime ist die Vermeidung extremer Temperaturen: Über 35 Grad, wie sie im Sommer im parkenden Auto leicht herrschen, sorgen für eine schnelle Alterung. Gleiches gilt bei Minusgraden. Unter -15 Grad bildet die Elektrolytlösung Kristalle. Zum Glück ist aber zumindest das in unseren Breiten selten relevant.


Zu hohe Temperaturen schaden nicht nur dem Display. Auch der Akku leidet. Das ist besonders bei Geräten wie dem iPhone schlecht, bei denen sich der Stromspeicher nicht austauschen lässt.

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