In den Entwicklungslabors der Netbook-Hersteller sorgen derzeit zwei neue Technologien für reichlich Aufruhr: Intels Atom-Prozessoren von Typ Pine Trail und Nvidias Ion-Grafiklösung. Die neuen CPUs machen den kleinen Notebooks besonders bei Multitasking-Anwendungen Beine, die Grafik sorgt für die notwendigen Gaming-Muskeln. Der Asus Eee PC 1201N Seashell muss zwar noch ohne Pain-Trail-Power auskommen, verfügt dafür aber über einen der seltenen Atom-CPUs mit Dual-Core. Letztere kommen normalerweise hauptsächlich in kleinen Desktop- oder Wohnzimmer-PCs zum Einsatz. Dem rund 450 Euro teuren Eee PC verleiht der Atom N330 die notwendige Kraft, um Multitasking-Jobs besser zu erledigen als alle Konkurrenten.

Design und Ausstattung

Mit seinem schicken, geschwungenen, schwarzen Gehäuse mit glänzender Oberfläche ähnelt der 1201N den anderen aktuellen Eee PCs. Durch seine Größe wirkt er aber – genau wie Lenovos IdeaPad S12 – eher wie ein kleines Notebook als ein Netbook. Im Gegensatz zum S12 ist der Akku des 1201N besser in das Design integriert und ragt nicht hinten aus dem Gerät heraus. Der gesamte Deckel unseres Testgeräts ist mit glänzendem Klavierlack überzogen. Wer möchte, kann das Modell auch in Silber bestellen. Unter dem Display gibt es neben der Tastatur, die sich über die komplette Breite des Gehäuses erstreckt, lediglich ein Touchpad mit Wippschalter und den Einschaltknopf zu sehen.

Obwohl man dieses Netbook nie mit einem vollwertigen Laptop verwechseln darf, klappt das ernsthafte Arbeiten mit dem Mini-Notebook deutlich besser als mit den meisten anderen Geräten dieser Klasse. Zwar stellen wir bei unserem Test fest, dass die Tastatur des 1201N an den Ecken etwas kleiner ist als gewöhnlich. Dennoch tippt es sich damit sehr komfortabel.


Das 1201N eignet sich auch zum Tippen längerer Texte. Allerdings würden wir uns über eine bessere Abgrenzung des Touchpads freuen.

Mit dem Touchpad sind wir nicht zufrieden. Wie bei anderen aktuellen Asus-Modellen ist es auch hier in die glänzende Handablage integriert und nur durch eine Linie aus kleinen Anhebungen in der Oberfläche abgegrenzt. Dadurch fällt es schwer, ein Gefühl für die Größe des Pads zu entwickeln. Außerdem nutzt der Hersteller einen verchromten Wippschalter für rechte und linke Maustaste. Da einzelne Knöpfe fehlen, müssen Anwender so sehr weit links oder rechts drücken, damit die Tasten reagieren. Hier hätte sich Asus am Lenovo S12 orientieren sollen, bei dem das Touchpad hervorragend ist.

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