Der rund 330 Euro teure MPro120 von 3M ist ein Pico-Projektor der zweiten Generation. Im Vergleich zu seinem Vorgänger MPro110 hat er sich deutlich weiterentwickelt. Er bietet ein helleres Bild, eine Leuchtdiode als Lichtquelle, die nun satte 20.000 anstatt 10.000 Stunden durchhalten soll, und zwei eingebaute Lautsprecher mit je einem halben Watt.

Für diejenigen, die nicht wissen was ein Pico-Projektor ist: Dabei handelt es sich um einen kleinen Beamer für die Hosentasche, der ein Bild mit Diagonalen von bis zu 50 Zoll an die Wand wirft. Möglich macht das eine LED, die sehr effizient arbeitet. Während sich die kleinen Projektoren in Form und Größe unterscheiden, kosten sie alle um die 300 Euro und lösen in der Regel 640 mal 480 Pixel auf.

Der MPro120 nutzt die LCoS-Displaytechnologie zur Bilderzeugung, während die meisten Konkurrenten auf die DLP-Technik setzen. Beide Technologien kommen auch bei großen Beamern zum Einsatz. Ein Vertreter von LCoS ist beispielsweise Sony, während Benq vorwiegend auf DLP setzt.

Design und Ausstattung

Das Design des MPro120 sieht schick aus. Das Gehäuse ist komplett in schwarz gehalten und an den Seiten abgerundet. Einrichtung und Benutzung sind sehr einfach. Mit einem Gewicht von 159 Gramm und Abmessungen von 11,4 mal 5,1 mal 2,3 Zentimetern passt das Gerät problemlos in die Hosen- oder Laptop-Tasche. Damit es dort nicht verkratzt, liefert der Hersteller eine Schutztasche mit. Für ein schnelles Aufstellen integriert 3M einen ausklappbaren Standfuß in das Gehäuse. Außerdem gehört ein kleines Stativ zum Lieferumfang.


Der kleine MPro120 sieht schick aus, kann in puncto Bild aber bei weitem nicht mit seinen ausgewachsenen Brüdern mithalten.

Der einfachste Weg, mit dem Beamer ein Bild an die Wand zu werfen, ist das Anschließen eines Notebooks mittels des mitgelieferten Adapterkabels. Das Verbinden mit einem tragbaren DVD-Player ist ebenfalls möglich. Auch hierfür befindet sich das passende Composite-AV-Kabel im Karton des MPro120. Der Akku des 3M-Modells soll bis zu vier Stunden durchhalten – allerdings nur bei herabgeregelter Helligkeit, bei der auch bei Dunkelheit fast nichts mehr vom Bild zu sehen ist. Bei maximaler Helligkeit ist der Stromspeicher nach etwa zwei Stunden restlos leer. Glücklicherweise funktioniert der Betrieb auch mittels des ebenfalls mitgelieferten Netzadapters.

Wer den MPro120 an seinen Computer anschließt, kann beispielsweise PowerPoint-Präsentationen an die Wand projizieren. Das funktioniert recht gut, solange die Bilddiagonale unter 26 Zoll liegt. Allerdings ist die Qualität dennoch nicht mit der eines ausgewachsenen Beamers zu vergleichen, der ein deutlich helleres Bild mit einer höheren Auflösung produziert. Hinzu kommt, dass bei größeren Diagonalen nur bei einem vollkommen abgedunkeltem Raum noch etwas zu erkennen ist. Und selbst dann sind Helligkeit und Bildschärfe nicht mit denen eines LC-Displays oder eines gewöhnlichem Beamers zu vergleichen.

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