Open-Source-Smartphones im Vergleich: Nexus One vs. N900 & Milestone

Ein guter Touchscreen oder eine QWERTZ-Tastatur, ein flexibles Betriebssystem samt gut gefülltem App-Store und eine ausgeklügelte Bedienung mit modernem Interface sind die Zutaten für das perfekte Smartphone. Wir haben drei unterschiedliche Vertreter gegenübergestellt und vergleichen Motorola Milestone, Google Nexus One und Nokia N900.

Vor der Vorstellung des iPhone haben sich Microsoft und Symbian den Smartphone-Kuchen aufteilen können – Windows Mobile und S60 waren die wichtigen Betriebssysteme, Palm OS kaum noch vorhanden, Blackberry sehr spezialisiert. Große Konkurrenz gab es nicht. 2007 hat Apple den Markt in Bewegung gebracht – und spätestens, seit Google 2008 mit Android auch auf die lukrativen Computerhandys zielt, rappelt’s in der Kiste.

Neben Android stehen den Gerätehersteller inzwischen noch weitere offene Betriebssysteme auf Linux-Basis zur Verfügung. Grund genug, die drei aktuellen Topmodelle Motorola Milestone, Google Nexus One und Nokia N900 unter die Lupe zu nehmen und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen zu analysieren.

Die Ausstattung der Testkandidaten ist mit 5-Megapixel-Kamera, WLAN, HSDPA, Bluetooth und GPS praktisch identisch. Unterschiede finden sich bei Speicher, Prozessor und Betriebssystem. Der interne Speicherplatz lässt sich bei allen Modellen per microSD-Karte aufrüsten. Trotz verschiedener CPUs und Taktfrequenzen arbeiten alle drei Kandidaten schnell. Differenzen liegen eher darin, was das jeweilige Betriebssystem auf dem Handy leistet, und wie gut einzelne Funktionen, beispielsweise Kamera, Organizer, E-Mail und Browser zu handhaben sind und miteinander agieren.

Desktop mit Widgets und Lesezeichen

Das Motorola Milestone arbeitet unter Android 2.0, das Google-Handy Nexus One bereits mit der neueren Android-Version 2.1. Für eine weitreichende Personalisierung stehen dem Nutzer auf dem Milestone bis zu drei Homescreens zur Verfügung, das Nexus One bietet dank Android 2.1 bereits fünf davon. Darauf legt der Anwender Browser-Lesezeichen, Programme und Dateien ab. Wer mehr Ordnung auf dem Handy-Desktop will, kann bei Android sogar Ordner erstellen.

Ab Version 2.1 lassen sich bei Android 3D-Effekte einstellen – also momentan nur auf dem Nexus One. So „rollen“ die Icons des Menüs nach hinten weg, statt nach oben zu verschwinden. Zudem unterstützt Android 2.1 interaktive Themes und Hintergrundbilder. Beispiel Wasser-Wallpaper: Drückt der Nutzer auf eine beliebige Stelle im Display, löst er damit ein Wellenmuster im Hintergrund aus. Auf dem Motorola Milestone und dem Nokia N900 sind die Bilder statisch. Für die intuitive und ansprechende Nutzeroberfläche gibt es 5 Punkte für das Google Nexus One und 4 Punkte für das Motorola Milstone.

Mehrere Desktops und direkte Schnellzugriffe erlaubt auch das Nokia N900, das unter dem Betriebssystem Maemo 5 läuft. Dennoch kann es mit der intuitiven Bedienung der Android-Konkurrenten nicht mithalten. Auf dem sogenannten Panorama-Desktop, der bis zu vier Bildschirme umfasst, deponiert der Nutzer Widgets, Programmverknüpfungen und Browser-Links. Der Wechsel vom Panorama-Desktop zum Dashboard oder ins gesamte Menü muss allerdings gelernt werden – selbsterklärend ist das nicht. Das Motorola Milestone und das Google Nexus One sind in dieser Hinsicht intuitiver zu handhaben. Daher gibt es 3 Punkte für das Nokia N900.

Eine Innovation ist beim N900 dennoch hervorzuheben: Das Dashboard, das auf einen Klick alle aktiven Anwendungen in Echtzeit zeigt. Echtzeit heißt hier, dass eine geöffnete Webseite mit der aktuell aufgerufenen Homepage dargestellt wird. Mit einem Klick auf das Bild der Anwendung gelangt der Nutzer direkt in die aktive Applikation.

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