Es gibt nicht viele Produkte, die gute genug sind, um Teil unseres Langzeit-Referenzsystems zu werden. Auf gut Deutsch: Nur Technik, die wir wirklich lieben, schafft es dorthin. Unser Referenz-TV ist beispielsweise immer noch ein Pioneer Kuro PDP-LX5090, eines der besten Geräte, das wir je getestet haben. Auch der Media-Streamer A-110 von Popcorn Hour hat es in diesen CNET-Olymp geschafft.

Was die Popcorn-Hour-Box so nützlich macht? Sie löst ein Problem, das bisher kein anderer Hersteller vernünftig in den Griff bekommen hat: ein einfaches Streamen von Multimediadateien vom PC oder Mac zum Fernseher. Zwar beherrschen das Produkte wie Apple TV auch, allerdings sind sie alle stark beschränkt – sowohl in Sachen Hard- als auch in puncto Software und Codecs. Ganz im Gegensatz zum A-110, der ein kinderleichtes Übertragen von Multimediadateien ohne Einschränkungen ermöglicht. Ende 2009 hat Popcorn Hour ein neues Modell namens C-200 vorgestellt. Es bietet noch mehr Funktionen und ein beeindruckendes, neues Design. Preisvergleichsdienste im Internet listen das Gerät ab rund 320 Euro, womit es hierzulande deutlich teurer ist als in den USA. Dort ist die Box bereits ab 300 Dollar erhältlich, was umgerechnet gerade einmal knapp 215 Euro entspricht.

Schlichtes Design

Das erste, was am C-200 auffällt, ist sein im Vergleich zum A-110 deutlich gewachsenes Gehäuse. Der Media-Streamer hat nun die Größe eine Blu-ray-Players und ist sogar etwas höher als der durchschnittliche HD-Spieler. An der Front sitzen links ein großes, monochromes Display und rechts ein Slot, der entweder ein PC-Blu-ray-Laufwerk oder eine SATA-Festplatte aufnimmt.


Die Front des C-200 ist sehr übersichtlich und schlicht gestaltet.

Sonst ist die Front des Geräts ziemlich glatt. Der Hersteller bringt lediglich noch grundlegende Bedienelemente an. Links vom Display sitzt eine runde Power-Taste mit einer Umrandung, die von einer dreifarbigen LED-beleuchtet wird. Darunter finden sich zwei USB-Ports. Rechts der Anzeige bringt der Hersteller ein Vierwege-Navigationsring mit Bestätigungstaste in der Mitte an. Darunter befindet sich ein Knopf zum Dimmen des Displays und einer zum Wählen des Videoausgangs.

Neues Menüsystem

Alles in allem gefallen uns die Menüs des C-200. Das Gerät besitzt einen schnelleren Videoprozessor als sein Vorgänger. Er sorgt für ein hübscheres grafisches Layout. Allerdings leider nur in der obersten Ebene. Die Wiedergabe-Menüs sehen im Großen und Ganzen noch so aus wie beim A-110. Allerdings könnte das auch daran liegen, dass unser Testgerät noch mit einer recht frühen Firmware-Version ausgestattet ist. Es ist gut möglich, dass der Hersteller mit einem Update auch in den Untermenüs für den schicken neuen Look – und so für ein einheitliches Design – sorgt.

Trotz der wechselnden Menülayouts können wir uns nicht beklagen. Alles funktioniert, wie es soll. Zudem klappt die Navigation nun deutlich flüssiger und schneller als beim Vorgängermodell A-110. Interessanterweise unterstützt der C-200 Flash, was sonst keiner seiner Konkurrenten von sich behaupten kann. Dadurch eröffnet sich eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten für das grafische Benutzerinterface. Allerdings ist das Potential bis dato ungenutzt.

Tolle Bild- und Tonqualität

Schon die Bild- und Tonqualität des A-110 hat uns beeindruckt. Da uns dieser Punkt beim Testen natürlich besonders wichtig ist, haben wir auch den C-200 mit einer großen Anzahl von Inhalten in unterschiedlichen Formaten, Bitraten und Auflösungen geprüft.

Unser Lieblings-Material entspringt der Blu-ray-Disc von The Dark Knight. Vier große Szenen des Films wurden im IMAX-Format gedreht. Dadurch ist das Bild des neuesten Batman-Films zeitweise unglaublich klar und scharf. Besonders die dunklen Bereiche eignen sich so gut, um die HD-Qualität des C-200 unter die Lupe zu nehmen. Der Blu-ray-Rip des Films ist seit langem unser nicht Disc-basiertes 1080p-Testmaterial, und es freut uns, dass der C-200 perfekt damit zurechtkommt. Die Bankraub-Szene sieht wirklich toll aus. Sie wirkt fast schon so, als würde sie vom originalen, traditionellen 35-Millimeter-Film stammen.

Auch die Tonqualität ist exzellent. Der C-200 dekodiert Dolby-Digital– und DTS-Surround-Sound absolut problemlos. Wer sich damit nicht zufriedengibt und verlustlosen DTS-HD-MA– oder Dolby-TrueHD-Klang wünscht, muss einen separaten AV-Receiver mit passendem Dekoder anschließen. Der Media-Streamer leitet den Sound dann unberührt via HDMI weiter.

Natürlich ist die Qualität auch hier – wie bei allen Mediaplayern – stark vom Ausgangsmaterial abhängig. Der C-200 ist nicht in der Lage, Inhalte mit schlechter Qualität wie HD aussehen zu lassen. Daher sollten man immer darauf achten, den C-200 mit möglichst hochwertigen Dateien zu füttern.

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