Full-HD-Netzwerk-Streamer für weniger als 200 Euro im Vergleich

Besitzer von DLNA-Geräten können ein Lied davon singen: Media-Streaming macht Probleme. Das ist zumindest so, wenn schon beim Kauf von Streaming-Clients Fehler passieren. Wir erklären wo es hakt, und vergleichen sechs Geräte, die selbst HD-Material reibungs- und teilweise sogar kabellos vom PC auf den Fernseher befördern.

Kaum ein anderes Thema führt in unserer Redaktion zu mehr Ärger als Netzwerk-Streaming mittels DLNA. Während unserer zahllosen Versuche, Inhalte von einem Rechner im LAN via Kabel oder WLAN auf ein TV-Testgerät zu übertragen, hätte der ein oder andere Redakteur den Streaming-Client am liebsten aus dem Fenster geworfen. Denn anstatt Probleme zu beseitigen, schafft der Übertragungsstandard DLNA welche. So versteht sich ein Client nicht mit einer Serveranwendung, während es mit einem anderen völlig ohne Probleme klappt. Dafür funktioniert dort nur die Übertragung eines bestimmten Dateiformates. SD-Filme kommen zwar meist einigermaßen ordentlich auf dem Fernsehschirm an, doch spätestens bei HD-Content ruckelt das Bild – oder das Video hängt sich mitten in der besten Action-Szene auf.

Wer diese Erfahrungen bereits am eigenen Leib erleben musste, hat sicher – genau wie wir – genug von der Digital Living Network Alliance (DLNA) und ihren viel zu ungenauen Zertifizierungen. Wenn er dann auch noch extra mehr Geld für einen Blu-ray-Player oder ein anderes Gerät mit DLNA-Logo ausgegeben hat, ist die Enttäuschung besonders groß.

Aus diesem Grund haben wir uns im Markt nach Lösungen umgesehen, die heruntergeladene oder gerippte Filme, Urlaubsfotos und Musik problemlos über das Netzwerk vom Rechner auf den Fernseher befördern – und zwar ruckelfrei, in HD-Auflösung und zu einem fairen Preis. Das Ergebnis ist eine Auswahl von sechs Media-Streamern mit 1080p-Unterstützung, HDMI-Anschluss und vorinstallierten Codecs für die wichtigsten Dateiformate DivX, H.264 und MKV sowie einem Preis von maximal 200 Euro.

Geräteauswahl

Das günstigste Modell im Vergleich heißt Box Office Media Player und stammt vom Hersteller Patriot. Der Streaming-Client kostet 110 Euro und bringt – wie alle ausgewählten Geräte – sämtliche wichtigen Features mit. Zudem hat er einen P2P-Download-Manager an Bord. Für 30 Euro mehr bekommen DLNA-geplagte Käufer den Asus O!Play Air HDP-R3. Die kleine Box hat serienmäßig WLAN an Bord, wodurch ein Verlegen von lästigen Kabeln im Wohnzimmer entfällt.


Der Streaming-Client Box Office Media Player von Patriot kostet lediglich 110 Euro.

Der EM7075 von Eminent ist mit einem Preis von 160 Euro weitere 20 Euro teurer. Auch er bietet alle benötigten Funktionen und verfügt zudem über einen integrierten BitTorrent– und Newsgroups-Client, was ein direktes Herunterladen von Videomaterial ermöglicht. Das Modell LaCinema Classic HD von Lacie ist ab rund 170 Euro zu haben. Es kommt zwar nicht mit besonderen Extra-Features, hat dafür aber eine 1-TByte-Festplatte an Bord. Fantecs MM-FHDL kostet ebenfalls 170 Euro. Der kleine Kasten besitzt lediglich einen leeren Festplattenslot, dafür aber einen BitTorrent-Client und ein Radio. Das teuerste Modell im Vergleich ist der Hantech SiSo Markus-800. Er verfügt über einen Laufwerksschacht und ab Werk eingebautes WLAN.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Full-HD-Netzwerk-Streamer für weniger als 200 Euro im Vergleich

  • Am 22. März 2010 um 16:49 von Sebo

    Heimnetzwerk
    Vielleicht sollte man auch mal die Homeplug Möglichkeit in Betracht ziehen. Das ist die Sache mit dem Netzwerk über das Stromkabel. Mittlerweile gibt es schon die 200Mbit Versionen zum Preis für unter 80,-Eur das Kit. Selbst ausgetüfftelste und Megaverstärkte WLAN Komponenten bekommt man nicht billiger. Ich selbst bin begeistert, wo wlan am Stahlbeton meiner Wände scheiterte, hab ich jetzt Fullspeed selbst für HD Sachen. Hinter der Schrankwand wo i.d.R. der Anschluß für die Wohnzimmeranlage ist (Kabel, Antenne, Strom) hab ich jetzt noch ein Feature mehr. Selbst in Sachen Sicherheit und Installation einfachstes Plug and Play.

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