Wenn man das Yari in die Hand nimmt, wird aus dem eigenen Körper ein Joystick. Man wird ins Spiel gerissen, aus dem Handy wird quasi eine Nintendo Wii – so zumindest stellen wir uns das vor, wenn wir dieses Handy sehen. Das muss also sofort ausprobiert werden.

Bewegungen? Ja. Gesten? Nein.

Auf den ersten Blick ist das Yari fast schon eine Enttäuschung. Nicht, weil es schlecht aussieht – aber es ist eben „nur“ ein „normales“ Slider-Handy. Nicht freakig oder abgehoben, so, wie wir es von einem Gaming-Handy erwarten würden. Immerhin überzeugen die inneren Werte, zumindest auf dem Papier: Ein integrierter Beschleunigungsmesser erlaubt das Steuern von Spielen durch Bewegungen, und eine auf der Vorderseite montierte Kamera erkennt Bewegungen von Händen und Fingern, wenn ein Game mit Gestensteuerung läuft.

Vorinstalliert sind bereits ein paar Spiele, damit Käufer direkt loslegen können, wenn sie das Yari aus seiner Verpackung heben. Wenn das nicht ausreicht, hat der Sony-Ericsson-eigene Store namens PlayNow weitere Games im Angebot. Wir haben das natürlich direkt ausprobiert – und sind tatsächlich angenehm überrascht: Bei Spielen wie LocoRoco arbeitet der Bewegungssensor hervorragend.

Nicht ganz so überzeugend sind hingegen die Spiele mit Gestensteuerung. Um sie nutzen zu können, dockt man das Handy in den mitgelieferten Standfuß und wedelt die Arme wie ein betrunkener Tintenfisch vor der Kamera herum, um virtuelle Tennisbälle zu treffen, oder springt mit dem gesamten Körper durchs Bild, um im Fitness-Spiel Erfolg zu haben. Es mangelt an der Präzision der Steuerung – und unterm Strich macht das so einfach keinen Spaß.

Foto-Profi?

Auf der Rückseite des Gehäuses findet sich die Linse der 5-Megapixel-Kamera. Beeindruckend ist die Anzahl der Foto-Optionen, die das Handy zu bieten hat – von der Lächelerkennung bis zum Selbstauslöser ist alles vorhanden, was wir uns bei einer Handykamera wünschen.

Bilder in hellen Umgebungen können sich sehen lassen. Lediglich der leicht pinke Stich stört, aber es gibt deutlich schlechtere Handy-Kameras. Wenn es dunkel wird um das Yari, hat die Kamera deutlich größere Probleme. Fotos sind körnig und verrauscht. Immerhin bringt eine Foto-LED etwas Licht in Bars und Nächte – besser, als keine Kamera. Die zweite Linse auf der Vorderseite ist primär fürs Spielen gedacht, allerdings sind auch Videotelefonate über UMTS möglich.

Nichts fürs Web

UMTS und der Downloadturbo HSUPA sind vorhanden, WLAN hingegen fehlt. Damit sind zumindest schon mal 50 Prozent der Mindestanforderungen für mobiles Internet gegeben – auf dem Datenblatt. In der Praxis taugt das Yari nämlich nicht für Ausflüge ins Netz, denn der vorinstallierte Webbrowser ist schwach.

Immerhin gibt es einen angenehm empfindlichen GPS-Empfänger, der in Kombination mit Google Maps für die Orientierung im Großstadtdschungel sorgt. Dank Latitude ist auch das Auffinden von Freunden möglich.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Handy mit Games im Wii-Stil: Sony Ericsson Yari

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *