Archos ist den meisten dank seiner guten, portablen Mediaplayer wie dem Archos 5 Internet Tablet mit Android-OS ein Begriff. Bei seinem neuen Archos 9 PCtablet versucht der Hersteller, Mediaplayer und Netbook unter eine Haube zu bekommen – mit Windows 7 als Betriebssystem.

Mit einem Preis von rund 490 Euro ist der Tablet-PC minimal günstiger als der Hauptkonkurrent iPad von Apple, für den mit 16 GByte Speicher und ohne UMTS 499 Euro fällig werden. Zudem kann der Archos 9 einige Dinge, die mit dem iPad nicht möglich sind: So lässt sich beispielsweise Firefox mitsamt vollständiger Flash-Unterstützung installieren. Doch all die Möglichkeiten nützen wenig, wenn das Gerät nicht so schnell und benutzbar wie das Apple-Tablet ist. Und genau hier hakt es beim Archos 9.

Design und Ausstattung

Der Archos 9 sieht nicht schlecht aus. Sein schlichtes Gehäuse ist dünn und macht dank lackierter Metallkonstruktion einen stabilen Eindruck. Die Kanten sind leicht abgeschrägt. Die Standard-Bildschirmausrichtung ist horizontal. Allerdings liegt des Tablet unserer Meinung nach vertikal deutlich besser in einer Hand. Darum wundert es uns, dass es keinen mechanischen Knopf zum Wechseln der Bildausrichtung gibt. Mit seinem Gewicht von 816 Gramm fühlt sich der Tablet-PC für ein derart kleines Gerät relativ schwer an.

Wenn man den Archos 9 in zwei Hände nimmt, wirkt er wie ein überdimensionaler Mediaplayer. Dank seines 8,9-Zoll-Displays eignet er sich gut zum Ansehen von Websites, Fotos, Dokumenten und Videos – auch dann, wenn man die Arme ausstreckt und die Anzeige nicht direkt vors Gesicht hält. Allerdings können wir uns nicht richtig mit der Onscreen-Tastatur anfreunden. Wer den Archos 9 in beiden Händen hält, kommt mit den Daumen einfach nicht richtig an die Tasten, die sich über die über die volle Breite des Displays erstrecken. Immerhin nutzt Archos eine eigene Version der Windows-Onscreen-Tastatur mit großen, einfach zu treffenden Tasten. An der linken Seite des Gehäuses sitzt ein Knopf zum Anzeigen und Verbergen des Keyboards. Eine zweite Taste dient als kombinierter STRG-, ALT- und Entfernen-Knopf, was sich zeitweise als äußerst nützlich erweist.


Die Anschlüsse des Archos 9 sind rar gesät. Es finden sich lediglich ein USB-Port, eine Audioausgang und eine Buchse für das Ladegerät.

Unter den zwei Bedienelementen platziert der Hersteller linke und rechte Maustaste. Maustasten bei einem Touchscreen? In der Tat, denn zusätzlich zur berührungsempfindlichen Anzeige baut Archos rechts des Bildschirms ein Mini-Touchpad ein. Es lässt sich mit dem Daumen bedienen und reagiert sehr feinfühlig auf kleine Bewegungen. Entgegen unserer Erwartungen klappt das Steuern des Mauszeigers damit einfach und akkurat – ganz im Gegensatz zur Steuerung mittels der berührungsempfindlichen Anzeige und Finger oder mitgeliefertem Stift.

Der resistive Touchscreen reagiert nämlich nicht wie der kapazitive von iPhone oder iPod auf einfache Berührungen. Stattdessen müssen wir richtig fest drücken, bis er eine Reaktion zeigt. Das macht das Verschieben von Fenstern, das Scrollen von Websites oder das Blättern durch eBooks zur Geduldsprobe.

Mit Hilfe der PC-Version von Amazons Kindle-Software öffnen wir einige eBooks. Auf dem matten Display des Archos 9 sind sie auch bei Sonneneinstrahlung noch gut lesbar. Wer in der Anwendung auf den rechten oder linken Rand des Bildschirms drückt, wechselt die Seite. Auch das Rotieren des Inhaltes ist möglich – jedoch nur über die Anzeigeeinstellungen in der Windows-Systemsteuerung. Das Blättern mittels Fingergeste klappt aber nicht.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Archos 9 PCtablet: langsamer iPad-Konkurrent

  • Am 10. Juli 2010 um 09:46 von max

    archos 9
    das archos 9 ist viel besser als das ipad das dazu noch fast doppelt so teuer ist und keinen USB anschluss hat

    Anm. d. Redaktion: Wir haben Ihren Beitrag gekürzt. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.

  • Am 30. Dezember 2010 um 14:55 von niklas

    archos 9
    Ich finde auch, dass das archos viel besser ist. Und wer behauptet das die Touchbedienung schlecht ist täuscht sich ich finde das Touchscreen sehr gut man kann ihn mit einen stylus oder per hand benutzen wie man grad will.

    Das einzigste negative ist der etwas langsame cpu (kann man aber mit leben), und das er keinen Multitouchscreen hat.

  • Am 3. Januar 2013 um 21:36 von Roman

    Ich finde es Schade, dass derjenige der diesen Artikel schrieb, wenig Ahnung von Hardware hat, denn der Prozessor (und der Rest der Hardware) eines iPads oder Android-Tablets hat wie ein Mobiltelefon einen ARM Prozessor (das ist der Aufbau nicht der Hersteller), die restliche Hardware basiert ebenfalls auf diesem System.
    PCs, Laptops/Notebooks, und Netbooks haben x86 basierte Hardware, welche für PC-Programme nötig ist, das Archos 9 ist ebenfalls x86 basiert, somit gehört es nicht zu den Tablets!
    Das Archos 9 ist ein einfacher „PC“ (ähnlich dem eines Netbooks) in einem Tablet Gehäuse, somit funktioniert alles was auch auf einem PC, Laptop/Notebook oder Netbook geht (alle Programme und Betriebssysteme, sofern eine Tastatur angeschlossen ist beispielsweise für MS-Dos & Co.)
    Jedoch ist die Hardware nicht fähig 3D Games zu rechnen auch nicht Age of Empires 1 welches ab 90 MHz (CPU) und 16 MB Ram läuft, da die Grafikkarte nicht Direct Draw Kompatibel ist.
    Zudem wurde vergessen den Portreplicator zu erwähnen, welcher über 2 weitere USB anschlüsse, einen VGA ausgang, einen Lan Port (10/100 MB/s) einen weiteren Kopfhöreranschluss und einen Mikrophon eingang verfügt.

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