CeBIT 2010: S&J zeigt Soundsystem fürs Fahrrad namens Bike Speaker

S&J Bike SpeakerIn Deutschland ist alles geregelt und vieles mit Strafen versehen – so darf man beispielsweise während dem Fahrradfahren keine Kopfhörer auf beziehungsweise Ohrstöpsel in den Lauschern haben, sollten sie das Wahrnehmungsvermögen beeinträchtigen. Bestrafung für strampelnde Musikfans, die auf konfliktsuchende Polizisten treffen: je nach Laune 5 bis 15 Euro. Klar, das ist nicht die Welt, nervig aber allemal. Zudem man sich ja auch in Lautstärkebereichen bewegen kann, in denen auch herannahende Autos noch ins Bewusstsein dringen. Aber gut, der Staat sorgt ja lieber selbst mittels Gesetzen für das Wohlergehen seiner Bürger als dass er ihnen ausreichend Hirnschmalz zutraut.

Ein Gesetz gegen das Musikhören auf dem Fahrrad mittels Lautsprechern gibt es glücklicherweise noch nicht. Das nutzt der koreanische Hersteller S&J aus und bringt mit dem Bike Speaker ein Soundssystem für den Drahtesel auf den deutschen Markt. Neben der Lieblingsmusik vom iPod spielen die 2 Watt starken Klangwürfel auch UKW-Radio ab und bieten Uhr und Stoppuhr.

Wer den Bike Speaker probehören möchte, findet S&J auf der CeBIT in Halle 16 im Korea-Pavillon an Stand E01(14). Aber schnell – wer weiß, wann das nächste Gesetz verabschiedet wird.

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4 Kommentare zu CeBIT 2010: S&J zeigt Soundsystem fürs Fahrrad namens Bike Speaker

  • Am 15. März 2010 um 21:42 von Roland Brühe

    irrsinniges Antipolizeigelaber
    Lautsprecher für Fahrräder – schön und gut. Wer die Außenwelt beschallen will und selbst Musik mit Straßenlärmhintergrund "genießen" möchte, soll dies gerne tun. Aber die hier verbreitete "Produktinformation" strotzt nur so vor Ressentiments gegenüber sinnvollen Verordnungsvorschriften.

    Es ist überaus sinnvoll, dass Fahrradfahrer keine Ohrstöpsel (Lautsprecher) im Ohr tragen. Sie überdecken immer die wichtigen Geräusche des Verkehrs (insbesondere herannahende Autos oder heranscheppernde bzw. -brausende Fahrräder). Die Straßenverkehrsordnung ist in dieser Hinsicht sehr sinnvoll und notwendig. Nicht nur damit die Radfahrer mit Ohrstöpsel geschützt werden, sondern vor allem damit die anderen Verkehrsteilnehmern vor diesen geschützt werden.

    Der Beitrag ist eine Kombination chauvinistisch-machöser Berichterstattung, wie wir sie von Autoliebhabern kennen und technikverliebter Sprüche zumeist berufsjugendlicher Redakteure. Eigentlich fehlt auf dem Produktfoto nur noch das halbnackte Mädel, wie wir es auf Prospekten von Pearl präsentiert bekommen.

    • Am 16. März 2010 um 13:39 von Stefan Möllenhoff

      AW: irrsinniges Antipolizeigelaber
      Hallo Roland,

      selbstverständlich ist es gefährlich, sich im Straßenverkehr zu bewegen, ohne akustische Umgebungssignale wahrnehmen zu können. Wenn Sie unseren Alpha-Blog ein wenig verfolgen, werden Sie feststellen, dass die Beiträge immer mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

    • Am 24. März 2010 um 11:26 von Heribert Rödel

      AW: irrsinniges Antipolizeigelaber
      ja wo kommen wir denn hin, wenn niemand mehr selbst auf sich aufpassen kann? ein hoch auf den übertriebenen regulierungssinn in deutschland, der mich daran zweifeln lässt, ob der staat seinen bürgern überhaupt noch zutraut, fürs eigene überleben sorgen zu können. und genau diese unmenge an gesetzen und regeln sorgt dafür, dass die menschen aufhören, ihr hirn zu verwenden, und sich stattdessen in staatlich geprüfter sicherheit wiegen. aber wehe, es passiert etwas – dann ist das geschrei groß! und es heißt mal wieder: wir brauchen ein neues gesetz zum schutz unserer bürger!

  • Am 17. März 2010 um 16:28 von tadeusz vom bike-blog

    Genauso sinnvoll…
    … wie lesen beim Rad fahren:
    http://www.ks-cycling.com/blog/993/lesen-beim-rad-fahren

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