Ob die Coolpix S1000pj eine ausgezeichnete Anschaffung oder Geldverschwendung ist, hängt in erster Linie davon ab, wie wichtig dem potenziellen Käufer das Betrachten der geschossenen Fotos ist. Denn der Hersteller bringt in der kompakten Kamera einen Projektor unter, der aufgenommene Bilder und Videos mit bis zu einem Meter Bilddiagonale darstellt. Ansonsten handelt es sich bei der Digicam um ein recht gewöhnliches Schnappschussmodell: 28-Millimeter-Weitwinkel, fünffacher optischer Zoom, 2,7-Zoll-Display und eine Handvoll automatischer Aufnahmemodi.

Design

Die Coolpix S1000pj sieht schlicht und elegant aus. Abgesehen von einem kleinen Fensterchen auf der Vorderseite gibt es nichts, was auf den ersten Blick außergewöhnlich wirken würde. Umso erstaunlicher ist es, dass Nikon in dem kompakten und leichten Gehäuse einen Projektor unterbringt.

Auf der Oberseite der Kamera finden sich Ein/Aus-Schalter und Auslöser samt Zoomring. Zudem gibt es hier einen Knopf, der den Beamer aktiviert, sowie einen Schieber zum Fokussieren des projizierten Bilds. Auf der Rückseite rechts neben dem Display bringt der Hersteller Tasten zur Auswahl des Aufnahmemodus, zum Wiedergeben, Bearbeiten und Löschen der Fotos sowie zum Konfigurieren der Kamera unter. In puncto Bedienung unterscheidet sich die S1000pj kaum von ihren Geschwistern der Coolpix-Reihe. Praktischerweise befindet sich eine Fernsteuerung im Lieferumfang, die sowohl bei Diashows als auch beim Schießen von Fotos gute Dienste leistet.

Die Hauptattraktion der Kamera sitzt in der Mitte der Vorderseite und ist seltsamerweise völlig ungeschützt. Ein Druck auf den Projektor-Knopf oben auf dem Gehäuse aktiviert den Beamer. Die Größe des wiedergegebenen Bilds lässt sich ausschließlich durch Verschieben der Digicam selbst bestimmen. Mit dem Fokusschieber, der sich ebenfalls auf der Oberseite befindet, stellt der Anwender das Bild bei Projektionsabständen zwischen 26 Zentimetern und 2 Metern scharf.


Mit dem Schieber auf der Oberseite stellen Fotovorführer das projizierte Bild scharf.

Ist der Beamer aktiv, so ist sofort ein Blättern durch die Aufnahmen möglich. Ein Druck auf die Menütaste startet eine Slideshow. Hierfür stehen verschiedene Überblendungseffekte zur Verfügung. Außerdem lässt sich die Darstellungszeit sowie eine Hintergrundmusik konfigurieren. Im Lieferumfang befindet sich ein kleiner Standfuß, der die Kamera etwas nach oben neigt. Dadurch ist zwar gewährleistet, dass die Kamera das Bild nicht auf den Untergrund wirft, auf dem sie steht. Andererseits ist die Projektion so immer trapezförmig verzerrt. Am besten funktioniert die Wiedergabe von freistehenden, erhöhten Flächen oder mittels Stativ.

Leider dreht die S1000pj Hochformataufnahmen nicht automatisch – hochkant aufgenommene Bilder muss der Fotograf vor seiner Präsentation manuell drehen. Der Beamer ist erfreulich hell und wirft auch in nicht vollständig abgedunkelten Räumen noch ein erkennbares Bild an die Wand. Neben spontanen Diashow auf Parties, Familienfesten und im Urlaub gibt es sicherlich auch etliche professionelle Anwendungsgebiete, für die die S1000pj interessant ist. Makler beispielsweise präsentieren potenziellen Kunden direkt vor Ort weitere interessante Objekte.

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