Fernsehen auf großer Reise: Navis mit DVB-T

Bereits ab 230 Euro gibt es portable Navigationssysteme mit integriertem Fernsehempfänger. Dabei müssen Käufer in Bezug auf die Routenführungsleistung keine Abstriche machen: Stauerkennung TMC ist ebenso selbstverständlich wie Fahrspurassistent und Ansage von Straßennamen. Wir haben uns im Markt umgesehen.

Displays mobiler Navigationssysteme erreichen inzwischen problemlos Größen von 7 Zoll. Ist dann noch ein Empfänger für das digitale Antennenfernsehen eingebaut, wird aus den wegführenden Begleitern flux eine Unterhaltungszentrale für die Kinder auf der Rücksitzbank, die letzte Rettung für Fußballfans im Urlaub oder der Nachrichtendienst auf dem Campingplatz.

Modellauswahl

Wer eine Google-Suche nach entsprechend ausgestatteten Geräten bemüht, findet mehr Ergebnisse, als es Modelle in unseren Vergleich geschafft haben. Der Grund dafür: Viele dieser PNDs (Portable Navigation Devices) sind nicht mehr aktuell oder für einen besonderen Einsatzzweck geschaffen. So existiert etwa der Hersteller VDO Dayton, der von Siemens Automotive geschluckt und dann wiederum von Continental übernommen wurde, gar nicht mehr. Schnäppchenjäger finden noch vereinzelt die Modelle PN 4000 und PN 6000 im Handel – aber Datenblätter, weitere Informationen & Co. gibt es auf der ehemaligen Herstellerwebseite nicht mehr. Am anderen Ende der Fahnenstange finden sich die Ventura genannten TV-Navis des Herstellers Snooper – der sich primär auf die Zielgruppe der Camper und LKW-Fahrer konzentriert und ebenfalls spärlich mit Informationen zu seinem für diesen Vergleich interessanten Modell Snooper CC7000 umgeht.


Der Hersteller Snooper verrät nicht viele Details zu seinem Fernsehnavi CC7000. Macht nichts, es gibt zahlreiche Alternativen.

So bleiben fünf aktuelle Geräte über. Von den beiden Blaupunkt-Modellen Travelpilot Lucca 5.3 und Travelpilot 700 hat zwar ersteres auch schon den Zenit seines Produktlebenszyklus überschritten, aber es ist deutlich günstiger zu haben als sein indirekter Nachfolger. Vom Navman-Nachfolger Mio gibt es ebenfalls zwei Modelle, in diesem Fall sind beide aktuell: Das Moov Spirit V505 verfügt über ein 4,7 Zoll großes Display, der größere Bruder V700 kommt gar mit 7 Zoll großer Anzeige. Außerdem im Vergleich: Das T7 des hierzulande eher unbekannten Herstellers ThinkNavi – das aber mit einem Video-Eingang aufwartet, sodass die Kids im Campingurlaub auch mal eine Playstation anschließen können.

Navigation

Die grundsätzliche, sprachgeführte Navigation von A nach B – die sogenannte Turn-by-Turn-Navigation – stellt inzwischen keinen Routenführer mehr vor ein großes Problem. Vom Hotel zum Flughafen? Von zu Hause zum Bahnhof oder zu Freunden? Oder zu einem Geschäftstermin? Kein Problem. Auch die Points of Interest haben Einzug in die Datenbanken der Geräte erhalten – das Auffinden von Werkstatt, Geldautomat oder Parkhaus erfolgt also menügeführt.

Die Sprachausgabefunktion Text-to-Speech ist zumindest bei den höherwertigen Geräten in diesem Vergleich ebenfalls selbstverständlich. Die Navis sind also in der Lage, auch Straßennamen akustisch anzusagen. Den Job übernimmt eine Computerstimme, während die klassischen Ansagen – also etwa “In 300 Metern rechts abbiegen” – von menschlichen Sprechern aufgezeichnet wurden. Bei vielen Modellen ist auch eine Spracheingabe möglich: Der Fahrer muss sein Ziel also nur nennen. Ist das Navi im entsprechenden Modus, versucht es, das Ziel zu verstehen.

Die über das RDS-Radiosignal ausgestrahlten Verkehrsinformationen TMC (Traffic Message Channel) sind bei den Blaupunkt-Modellen integriert. Mio geht sogar noch einen Schritt weiter und packt zusätzlich den kostenpflichtigen TMC-pro-Dienst in seine beiden Geräte, während das Thinknavi ohne einen integrierten Empfänger der Verkehrsdaten auskommen muss: Er ist optional als Zubehör erhältlich.

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