Mit Anschaffungskosten von 620 Euro nur für das Gehäuse und 670 Euro für das Kit mit dem 18-bis-55-Millimeter ist die Sony Alpha DSLR-A550 aggressiv auf dem Markt positioniert. Die Spitzenreiter in diesem Marktbereich sind bisher die Canon EOS 500D und die in die Jahre gekommene EOS 50D sowie die Nikon D90. Mit der A550 schafft es Sony allerdings nicht, das Mittelklasse-Segment aufzuräumen. Dafür ist das Design noch zu unausgegoren, und in Sachen Farbwiedergabe hat der Hersteller noch einiges nachzuholen.

Design

Die Alpha DSLR-A550 ist zwar schwerer und sperriger als ihre kleinen Schwestern der 200er- und 300er-Serie, liegt dafür aber deutlich besser in der Hand. Die günstigeren Modelle von Sony kommen mit einem etwa ein Viertel kürzeren Handgriff, was für ein deutlich unsichereres Gefühl beim einhändigen Fotografieren sorgt. Verglichen mit der direkten Konkurrenz von Canon und Nikon ist die 550er übrigens ein ganzes Stück kleiner und leichter.

Das Gehäuse macht einen soliden und wertigen Eindruck. Beim Anfassen merkt man allerdings sofort, dass viel Kunststoff zum Einsatz kommt. Die Platzierung der Bedienelemente finden wir nicht optimal – zu viele Tasten und Beschriftungen übersäen die Kamera. Eine Taste für den Smart Teleconverter, den digitalen Zoom, hat auf einer Mittelklasse-DSLR nichts zu suchen. Der Knopf für den D-Range-Optimizer, der aus schattigen Bereichen mehr Details herausholt, ist ebenfalls überflüssig. Die ganzen Extra-Buttons erschweren das schnelle Auffinden der Bedienelemente für Aufnahmemodus, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsausgleich et cetera, die sich leider alle sehr ähnlich anfühlen.


Die Tasten auf der Oberseite der Kamera sitzen zu weit hinten, als dass sie bequem mit dem Zeigefinger zu erreichen wären.

Die A550 scheint eher für Live-View-Fans denn für Anhänger des Suchers konzipiert zu sein. Zwar finden sich in der optischen Sehhilfe etliche außergewöhnliche Informationen, etwa der Fokusmodus oder die Chancen, ein unverwackeltes Bild zu schießen. Doch dafür fehlen traditionellere Werte wie Empfindlichkeit. Wer den ISO-Wert ändern möchte, muss die Kamera vom Auge nehmen und aufs Display blicken.

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