Laut LG ist das GD519 das kleinste Touchscreen-Handy der Welt. Wir wissen nicht, ob es nicht vielleicht doch irgendwo ein noch kleineres Gerät gibt – aber im Vergleich zu HTC Hero, Nexus One oder iPhone ist das Pop wirklich winzig. Das gilt auch für den Preis: Ohne Vertrag ist das Handy bereits für 120 Euro zu haben. Ein Grund mehr, es ausführlich zu testen.

Plastikzwerg

Das Pop ist nur etwa zwei Drittel so groß wie die deutlich teureren Touchscreen-Phones aus dem Hause Apple oder HTC. Das Gehäuse besteht eigentlich nur aus Plastik, aber dank des silbernen Anstrichs wirkt es zumindest auf den ersten Blick deutlich hochwertiger.

Der drei Zoll große Touchscreen arbeitet mit der resistiven Technik, die auf Druck, nicht aber auf Berührung, reagiert. Doch das merkt man kaum: Er ist angenehm empfindlich. Die Anzeige selbst löst 240 mal 400 Pixel auf. Das ist ordentlich für diese Displaygröße. Dementsprechend scharf sehen Texte und Grafiken auch aus.

Wie beim iPhone gibt es auf der Oberseite nur eine einzige Taste. Sie erledigt gleich mehrere Aufgaben auf einmal und öffnet je nach aktiver Anwendung Menüs oder nimmt Anrufe entgegen – beziehungsweise legt sie wieder auf. Ein Schein von rotem oder grünen Licht informiert den Nutzer darüber, welche Funktion die Taste gerade übernimmt. Das mag sich verwirrend anhören, funktioniert in der Praxis aber erstaunlich gut.

Kleinwagen statt Luxuslimousine

Die meisten LG-Handys mit Touchscreen setzen auf die hauseigene Oberfläche mit dem prägnanten Namen S-Class. Ein Schelm, wer da an Autos denkt. Auf dem Pop findet sich eine eingeschränkte Version davon, die – passenderweise – A-Class heißt. In der Praxis bedeutet das aber nicht kippeliger Pampersbomber statt hochmotorisierter Luxusgleiter. Ganz im Gegenteil: Die A-Klasse wirkt nicht so übertrieben verspielt und bunt, ist leichter zu bedienen und reagiert hervorragend.

Wie bei den anderen LG-Phones besteht der Homescreen auch beim GD510 aus drei Seiten. Aus einer Auswahl vorinstallierter Widgets lassen sich die Mini-Programme beliebig auf den Hintergrund ziehen und frei platzieren. Darunter finden sich etwa ein virtueller Notizblock sowie Social-Network-Apps für Facebook, MySpace oder Twitter. Die restlichen Funktionen stehen über das Hauptmenü zur Verfügung – etwa Fotogalerie, Spiele, Radio oder MP3-Player.

Apropos: Die Musiksoftware ist leicht zu bedienen und arbeitet angenehm flott. Leider fehlt dem Handy aber eine Klinkenbuchse. Standard-Kopfhörer müssen also draußen bleiben, das mitgelieferte Headset verbindet sich via Micro-USB mit dem Pop. Optional gibt es aber Adapter zu kaufen.

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3 Kommentare zu Das kleinste Touchscreen-Handy der Welt: LG Pop GD510

  • Am 28. August 2010 um 20:05 von fridolin weichei

    Abmessungen
    Wenn das kleinste Handy der Welt beschrieben wird, wäre es schön wenn man auch irgendwo die genauen Abmaße sehen könnte. Weil, wegen der technischen Ausstattung wird es wohl niemand kaufen.

    • Am 12. September 2010 um 16:12 von verena w

      AW: Abmessungen
      naja ich glaub aber trotzdem, das viele personen
      dieses handy doch haben werden und damit zufrieden sind, wie zum beispiel ich.
      aber wie man’s nimmt.
      ich finde es nicht schlecht ..
      aber es muss jeder wissen was für ein handy er will.

      • Am 24. September 2010 um 20:15 von Dominique

        AW: AW: Abmessungen
        du hast recht. in der Preisklasse ist das ding wirklich in Ordnung. Arbeitet flott und zuverlässig. allein die datenübertragund von Musik über USB auf micro-SD Karte ist teilweise geduldsspiel. langsam. Und wer trockene zahlen in millimetern haben will, der kann 1. lesen: Chek-Kartengrösse und 2. sie bei LG.com informieren. 😉

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