Der Bloggie CM5 ist beileibe nicht Sonys erste Mini-Videokamera – bereits vor rund drei Jahren versuchte sich der Hersteller mit dem erfolglosen NSC-GC1 an einem hosentaschenfreundlichen Camcorder. Anschließend kam der „Webbie“ mit dem Beinamen MHS-PM1, der ebenfalls nicht überzeugen konnte. Das aktuellste Modell hört jetzt auf den Namen „Bloggie“ und bietet 1080p-Auflösung, einen fünffachen optischen Zoom sowie ein schwenkbares 2,5-Zoll-Display.

Design und Ausstattung

Mit 10,1 mal 6,7 mal 3,9 Zentimetern passt der Sony Bloggie CM5 nur in größere Hosentaschen. Das Gewicht von 196 Gramm bewegt sich im Bereich von Smartphone-Schwergewichten wie dem HTC Touch Pro 2. Die Videokamera zeichnet echte 1920 mal 1080 Pixel in Form von H.264-komprimiertem MPEG-4-Video auf. Als Speichermedium kommen SDHC- und Memory-Stick-Duo-Karten in Frage. Mit auf 720p reduzierter Auflösung schafft der Pocket Camcorder in der neuesten Version 60 Bilder pro Sekunde.

Zwar sind die kleineren Flip-Video-Kameras praktischer, doch der erhöhte Platz im Gehäuse bringt auch etliche Vorteile mit. So hat der digitale Zoom der Flip-Modelle beispielsweise absolut keine Chance gegen das fünffach optisch vergrößernde Objektiv des Webbie. Allerdings ist der CM5 nicht gerade der Schnellste beim Fokussieren. Wer das Vergrößerungsvermögen des Objektivs voll ausnutzen möchte, braucht extrem ruhige Hände: Einen optischen oder mechanischen Bildstabilisator bietet der Camcorder nicht. Den gibt es zwar bei der Konkurrenz auch nicht, doch ein optischer Zoom schraubt die Ansprüche, was Verwackler angeht, schnell nach oben.

Neben dem fünffach vergrößernden Objektiv ist das Sony-Modell der Konkurrenz in einem weiteren Punkt haushoch überlegen. Die Naheinstellgrenze liegt bei circa fünf Zentimetern. Selbst der Kodak Zi8, der über einen dedizierten Makromodus verfügt, bringt maximal rund 15 Zentimeter entfernte Objekte aufs Bild. Mit dem Bloggie lassen sich Nahaufnahmen einfangen, die beinahe in die Kategorie „Makro“ fallen.


Die Schalter links und rechts neben der Zoomwippe wechseln zwischen Foto- und Videomodus. Der Joystick darunter dient zum Navigieren durch die Menüs.

Interessanterweise funktioniert Sonys digitaler Bildstabilisator nicht, wenn die Kamera 1920 mal 1080 Pixel oder 1280 mal 720 Pixel mit 60 fps aufnimmt. Lediglich bei 720p mit 30 Bildern pro Sekunde und darunter steht die Option zur Verfügung. Spielt allerdings keine Rolle – ohne dem elektronischen Verwacklungsschutz sehen die Videos ohnehin besser aus. Wer eine wirklich gute Qualität erreichen möchte, muss die Videokamera jedoch völlig ruhig halten, sprich: entweder abstützen oder ein Mini-Stativ einsetzen.

Sony baut die Menüstruktur des CM5 zwar logisch auf, so einfach wie die Flip-Konkurrenz ist der Camcorder allerdings nicht zu bedienen. Das liegt allerdings auch an der großzügigeren Ausstattung des Bloggie. Wer sich viele Einstellungsmöglichkeiten wünscht, wird mit der Bedienung nach etwas Eingewöhnung problemlos zurechtkommen. Um den Camcorder einzuschalten, genügt es, das Display auszuklappen. Eine Menü-Taste holt eine Reihe von Einstellungen auf den Schirm, etwa zu Auflösung, Bildstabilisator und Gesichtserkennung.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sony Bloggie MHS-CM5: Mini-Full-HD-Camcorder mit Fünffach-Zoom

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *