CeBIT 2010: LG projiziert dreidimensionale Bilder mit Full-HD und 300 Zoll

Spätestens seit dem Kinofilm Avatar will sie jeder Filmfan im eigenen Wohnzimmer haben. Die Rede ist von der 3D-Technologie, die 2010 endlich auch in Heimkinos einzuziehen scheint. Bereits auf der CES im Januar gab es reichlich TV-Geräte zu sehen, die dreidimensionale Bilder unterstützen. Einige der Serien sollen sogar schon in Bälde zu haben sein. Darunter sind Geräte namhafter Konzerne wie Sony und Panasonic. Außerdem scheinen auch endlich die ersten Blu-ray-Player für die Wiedergabe von 3D-Filmen in den Startlöchern stehen. Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres könnten es die ersten Modelle in die Regale der Elektronikfachmärkte schaffen.

Doch was, wenn es etwas extravaganter sein soll? Was, wenn ein kleiner 50-Zoll-Fernseher einfach nicht ausreicht? Anscheinend haben sich das auch die Entwickler von LG gefragt. Die passende Antwort stellt der Hersteller gerade auf der CeBIT 2010 in Hannover vor: LGs ersten Full-HD-3D-Beamer namens CF3D. Das Gerät nutzt satte sechs der teuren SXRD-Panel auf LCoS-Basis. Jeder der 0,61 Zoll kleinen Chips löst 1080p auf. Das dreidimensionale Bild entsteht in mehreren Schritten: Zuerst wird das Bild für ein Auge erzeugt. Dafür teilt ein Prisma das Licht der 200 Watt starken Lampe des Beamers in seine Grundfarben Rot, Grün und Blau auf. Für jede Farbe steht dann ein einzelnes Panel zu Verfügung. Das Ganze geschieht zweimal, einmal für das rechte und einmal für das linke Auge. Das Ergebnis soll eine gestochen scharfe Projektion mit einem Kontrast von 7000:1 und einer Helligkeit von 1500 ANSI Lumen sein. Wird der Beamer im 2D-Modus betrieben, soll die Lichtausbeute sogar bei tageslichttauglichen 2500 ANSI Lumen liegen. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil der Technik. Die Einzelbilder für linkes und rechtes Auge werden schon im Projektor polarisiert, wodurch der Zuseher lediglich eine passive, leichte und kostengünstige 3D-Brille aufsetzen muss, um den Tiefeneindruck zu erleben.

Natürlich sind auch die von gewöhnlichen Premium-Beamern bekannten Features an Bord. So kommt der CF3D mit den unterschiedlichsten Videosignalen bis 1080p mit 60 Hz zurecht. An Eingängen stehen neben drei HDMI-1.4-Ports auch VGA-, Composite-Video- und Component-Video-Anschluss bereit. Extras wie Gamma-, Keystone- und zahlreiche andere Bildkorrekturen fehlen ebenfalls nicht. Erfreulich sind auch Betriebsgeräusch und Lampenlebensdauer – zumindest, wenn man dem Hersteller glaubt. So soll der Beamer im Eco-Modus mit flüsterleisen 29 Dezibel mit einer Lampe 3500 Stunden weit kommen. Im Modus Normal sollen das Betriebsgeräusch bei maximal 33 Dezibel und die Lampenlebensdauer bei mindestens 3000 Stunden liegen.

Weniger erfreulich ist der Stromverbrauch. Der CF3D soll eingeschaltet satte 625 Watt aus der Steckdose saugen. Allerdings dürften die dadurch entstehenden Stromkosten kaum ins Gewicht fallen. Schließlich wird der 3D-Beamer bei seiner Markteinführung im Mai 2010 knapp 11500 Euro kosten. (Foto: LG)

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