Wenn es einen Blu-ray-Player für Käufer gibt, denen die Idee von High-Definition-Filmen gefällt, die allerdings kein weiteres Wissen über das Format und sonstige Technische Details haben, dann ist es der Panasonic DMP-BD45. Das Profil-1.1-Modell bietet quasi keine Zusatzfunktionen, sieht genauso aus wie jeder andere Panasonic-Blu-ray-Player und liefert beim Abspielen von Discs eine gute Qualität.

Das Problem ist nur, dass der DMP-BD45 mit einem Preis von 180 Euro fast schon lächerlich teuer ist. Schließlich bieten andere Geräte für dieses Geld eine deutlich bessere Ausstattung – inklusive Profil 2.0 und reichlich Zusatzfunktionen.

Einfach gestrickt

Wer einen einfachen Blu-ray-Player zum Verschenken sucht, ist beim Panasonic DMP-BD45 an der richtigen Adresse. Gleiches gilt, wenn man einfach nur ein simpel zu bedienendes Wiedergabegerät möchte und tonnenweise Extrafunktionen als unnötig erachtet. Die Rückseite des Modells ist fast kahl. Es finden sich lediglich ein HDMI-Ausgang, ein optischer S/PDIF-Audio-Anschluss und ein Composite-AV-Port. Bei letzterem verstehen wir aber nicht, warum Panasonic ihn integriert hat. Schließlich wird kein Käufer 180 Euro für den Player ausgeben, um ihn dann nur für die DVD-Wiedergabe in SD-Qualität zu nutzen.


An der Rückseite des DMP-BD45 finden sich ein HDMI-, ein S/PDIF- und ein Composite-AV-Anschluss.

An der Front verstecken sich eine USB-Buchse und ein SD-Kartenslot hinter einer kleinen Klappe. Sie sind hauptsächlich dafür gedacht, um mit Panasonic-Camcordern und –Kameras aufgenommene Fotos und Videos abzuspielen. Das ist zwar für Bewohner des Panasonic-Universums äußerst nützlich, wer aber eine Videokamera oder einen Fotoapparat von einem anderen Hersteller besitzt, muss sich eventuell damit abfinden, dass die Wiedergabe nicht funktioniert. Zusätzlich zu den von Panasonic-Geräten genutzten Codecs beherrscht der DMP-BD45 auch DivX-HD-Filme. Allerdings kommt das Format nur selten zum Einsatz, was den Nutzwert einschränkt. Wir hätten uns an dieser Stelle eine MKV-Unterstützung gewünscht.

Klare Linien

Wie seine Geschwister sieht auch der DMP-BD45 gut aus. Er ist mit 4,9 Zentimetern vergleichsweise flach und benötigt nur wenig Platz unter dem Fernseher oder im Wohnzimmerschrank. Außerdem misst er in der Tiefe nur 20,7 Zentimeter. Dadurch bleibt zwar hinter dem Player mehr Platz für Kabel, allerdings schränkt es die Möglichkeiten beim Übereinanderstapeln im HiFi-Rack etwas ein.


Vorne am DMP-BD45 sitzen USB-Port und SD-Kartenleser für die Wiedergabe von Fotos und Videos.

Die Front des Geräts wirkt elegant und aufgeräumt. Die Laufwerksschublade sitzt versteckt hinter einer Klappe. Dadurch hat es auf den ersten Blick den Anschein, als bestünde die gesamte Vorderseite aus einem Guss. Oben platziert der Hersteller zwei Knöpfe. Links sitzt der Einschalter, rechts die Eject-Taste. Es verwirrt etwas, dass der Eject-Knopf genau auf der gegenüberliegenden Seite des Laufwerks sitzt, und sich die Power-Taste dafür genau über der Disc-Schublade befindet. Das wird mit Sicherheit dazu führen, dass der ein oder andere den Player ausschaltet, obwohl er eigentlich nur eine neue Blu-ray einlegen will.

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