CeBIT 2010: Die Messe im Rückblick

Jetzt ist sie also wieder vorbei, die CeBIT im grauen Hannover. Noch einen Tag kürzer als in den vergangenen zwei Jahren, wie üblich mit launischem Wetter gesegnet, und für viele Besucher die beste Chance, sich eine nette frühjährliche Grippe einzufangen. Abseits davon gab es viel Business zu sehen – SAP, Security und FiBu. Perfekt für Fachbesucher, aber vielleicht etwas öde im Vergleich zu IFA, MWC, CES & Co. Doch auch die CeBIT hatte Highlights zu bieten: 3D, Smartphones, Notebooks und Partys.

Die Verringerung der Laufzeit auf fünf Tage hat sich bemerkbar gemacht. Diese CeBIT war kürzer als die bisherigen, logisch. Aber der Veranstalter hat rund 334.000 Besucher und 4157 Unternehmen aus 68 Ländern gezählt. Zum Vergleich: 2009 waren circa 400.000 Besucher und rund 4300 Aussteller aus 69 Ländern vor Ort. Insgesamt waren also weniger Menschen auf dem Messegelände als im Jahr zuvor – im 5-Tage-Vergleich hingegen soll die Besucherzahl um 3,7 Prozent gestiegen sein.

Subjektiv war jedoch nicht viel weniger los als in den letzten Jahren: Menschenmassen aller Orten. Nur nicht in den Businesshallen, wo sich SAP-Vertreter und IT-Finanzprofis die Hand geben. So entsteht der Eindruck, die Zusammensetzung des Publikums hätte sich wieder ein wenig mehr in Richtung Fachbesucher. Auf der anderen Seite ist der Anteil der freiwilligen Einsacker unglaublicher Mengen unnützer Werbematerialien noch geringer geworden. Das könnte aber auch daran liegen, dass nicht mehr die Massen an Werbeartikeln rausgefeuert werden, die noch vor Jahren Standard waren.


Ein technisches Highlight: Mit der überarbeiteten Plus-Version der Cinemizer-Videobrille zeigt Carl Zeiss, dass ein Fernseher doch auf die Nase passt. Die Brille zeigt ein Bild, was in etwa einem 45 Zoll großen, hochauflösenden Bildschirm in zwei Meter Entfernung entsprechen soll. Der Akku soll mindesten vier Stunden durchhalten.

Tech-Trends glänzen mit Abwesenheit

Echte Innovationen und bahnbrechende Neuheiten gab es auf der CeBIT wie befürchtet nicht zu sehen. Was es aber gab, war 3D-Technik und mobile Geräte wie Tablet-PCs oder Smartphones an allen Ecken und Enden. Die allermeisten kennen wir allerdings schon von anderen Messen wie der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas oder dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

Für viele Fach- und Privatbesucher war die CeBIT aber die erste Möglichkeit, die in heimischen Gefilden zu begutachten. Ein Beispiel: HTC zeigte sein komplettes Line-up neuer Smartphones, darunter Legend und Desire, zum ersten Mal in Deutschland offiziell vor. Nur Brancheninsider hatten die Geräte vorher schon in Barcelona in den Fingern.


HTCs Legend nutzt Googles Android 2.1 als Betriebssystem und integriert ein 3,2-zölliges AMOLED-Display mit kapazitivem Touchscreen und HVGA-Auflösung. Das schicke Gehäuse wird aus einem massiven Aluminium-Block gefräst.

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