Martin Jetpack: Verkehrsstaus einfach wie ein Vogel überfliegen

Foto: Martin AircraftSchon seit jeher ist es der Wunsch des Menschen, sich wie ein Vogel in die Luft zu erheben und elegant von einem Ort zum anderen zu schweben. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zur Zeit der ersten Flugversuche findiger Tüftler wollte diese in die Lüfte, weil der Ausblick von dort oben einfach viel besser ist. Außerdem kommt man so leicht an Orte, die zu Fuß überhaupt nicht oder nur sehr schwer erreichbar sind. Diese Dinge gelten natürlich nach wie vor. Doch heute wollen wir vor allem deshalb fliegen, weil wir keine Lust haben, auf dem Weg in die Arbeit stundenlang im Stau zu stehen.

Um morgens schneller vom Bett zum Bürostuhl zu kommen, helfen übliche Flugmittel nur wenig. Schließlich haben nur die wenigsten Firmen einen eigenen Privatflughafen. An diesem Punkt kommt ein Gerät ins Spiel, an dem sich schon viele Entwickler versucht haben – bisher aber ohne Erfolg. Die Rede ist von einem Jetpack, das man sich einfach umschnallt. Meistens basierten bisherige Versuche auf turbinen- oder raketengetriebenen Flugrucksäcken. Allerdings waren diese nicht nur instabil und gefährlich, auch die Reichweite ließ zu wünschen übrig. Doch damit ist jetzt Schluss. Das Martin Jetpack kennt diese Probleme nicht, denn im Gegensatz zu seinen Vorgängern arbeitet es mit einem normalen Verbrennungsmotor, der zwei Kevlar-Rotoren antreibt, die an jeder Seite des Jetpacks sitzen. Die Steuerung funktioniert mittels Joysticks, die Luftleitklappen unter den beiden Propellern bedienen.

So schafft das Martin Jetpack eine Reichweite von rund 50 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde – und soll auch bei Vollgas noch absolut kontrollierbar sein. Ideal also, um morgens schnell und unkompliziert in die Arbeit zu kommen. Leider hat das allerdings seinen Preis: Das Jetpack kostet satte 90.000 Dollar. Dafür gibt es gleich Flugunterricht gratis dazu. Außerdem ist ein Sportwagen genauso teuer – und der überfliegt keine Staus. In Amerika darf jeder ohne Flugführerschein mit dem Jetpack durch die Lüfte schweben. In Deutschland klappt es natürlich nicht ganz so unkompliziert. Hierzulande benötigen Piloten einen Ultraleichtflugzeug-Schein. Dieser ist aber – zumindest verglichen mit dem Jetpack-Preis – ein echtes Schnäppchen. (Fotos: Martin Aircraft)

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