Pentax K-x im Test: flinke Einsteiger-DSLR mit HD-Videomodus

Angesichts der großzügigen Ausstattung klingen die Anschaffungskosten von 500 Euro für die Pentax K-x nach einem Schnäppchenpreis. HD-Videofunktion, HDR-Automatik und einen Prioritätsmodus, der die Empfindlichkeit statt wie üblich Blende und Belichtungszeit auf einen fixen Wert stellt, sucht man bei DSLRs in dieser Preisklasse vergeblich. Ob die Spiegelreflexkamera hält, was sie verspricht, zeigt dieser Test.

Abgesehen von der Tatsache, dass die K-x in unzähligen verschiedenen Farben in den Regalen steht, gibt es eine Menge Positives zu der Kamera zu sagen. Die mit Kitobjektiv gerade einmal 500 Euro teure Einsteiger-DSLR bietet eine für ihre Preisklasse großzügige Ausstattung – 720p-Videomodus, HDR-Automatik und interessante Bildeffekte inklusive. In Kombination mit der ausgezeichneten Bildqualität und dem hervorragenden Rauschprofil lässt die Spiegelreflexkamera so über einige ihrer Schwächen großzügig hinwegsehen.

Design

Die K-x fühlt sich solide und hochwertig verarbeitet an. Das Gehäuse ist etwas handlicher als das der Konkurrenten von Canon und Nikon. Wie ältere Einsteiger-DSLRs von Pentax zieht auch dieses Modell seine Power aus vier AA-Batterien. Dadurch ist sie vergleichsweise schwer. Ob der Einsatz von Mignon-Zellen ein Vor- oder ein Nachteil ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Immerhin lässt sich so jederzeit unterwegs für günstigen Energie-Nachschub sorgen, jedenfalls wenn Kiosk, Tankstelle oder Supermarkt in der Nähe sind.

Der optische Sucher der K-x stellt sowohl eines der Highlights als auch einen der größten Kritikpunkte dar. Einerseits ist er größer, bietet eine stärkere Vergrößerung und ein besseres Sichtfeld als die Sehhilfen der meisten Einsteiger-DSLRs. Auf der anderen Seite sind die Autofokuspunkte der Kamera im Sucher nicht zu sehen. Im Vollautomatikmodus erhält der Fotograf so keinerlei Informationen darüber, auf welchen Bildbereich die Pentax scharfgestellt hat. Und selbst wenn nur ein Fokuspunkt ausgewählt ist, liefert die Spiegelreflex keine Anhaltspunkte, ob das Motiv nach ein paar kleinen Bewegungen noch im Fokus ist oder nicht. Immerhin: Im Live-View-Modus zeigt die K-x an, welcher Bereich fokussiert ist. Zudem stehen eine Reihe von Vergrößerungsmöglichkeiten zum manuellen Fokussieren mittels Display zur Verfügung.


Multitalentiert: Der kleine grüne Button auf der Oberseite der Pentax K-x lässt sich mit haufenweise verschiedenen Funktion belegen.

Zwischen Moduswahlschalter, Auslöser, Ein/Aus-Schieber und Taste für den Belichtungsausgleich sitzt der klassische grüne Pentax-Knopf auf der Oberseite des Gehäuses. Er ist programmierbar und setzt entweder die Kamera zurück, verändert die Bildeinstellungen, blendet das Objektiv ab, wählt einen Effektfilter oder setzt den Autofokusmodus auf den mittleren AF-Punkt.

Obwohl in den Menüs die zahlreichen Hilfestellungen und Erklärungen fehlen, die etliche aktuelle DSLRs bieten, fällt die Navigation übersichtlich und intuitiv aus. Manche Features sind deutlich einfacher und sinnvoller gestaltet als bei der Konkurrenz. In den ISO-Einstellungen beispielsweise lässt sich nicht nur der tatsächlich verwendete Wert, sondern auch der Empfindlichkeitsbereich der Automatik einstellen. Letztere Option ist für gewöhnlich irgendwo tief im Menübaum vergraben.

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