Das Corby Pro ist ein günstiges Touchscreen-Handy mit Slider-Tastatur, guter Ausstattung und Integration in die bekannten Social Networks. Damit zielt der Hersteller in die Lücke zwischen vollausgestatteten Smartphones mit offenen Betriebssystemen und den normalen Handys.

In Deutschland soll das B5310 im April auf den Markt kommen. Zum Preis äußert sich Samsung zwar noch nicht, aber in England ist das Gerät bereits unter dem Namen Genio Slide zu haben – dort kostet es 190 Pfund ohne Vertrag. Umgerechnet wären das 210 Euro – in Anbetracht des schwachen Kurses der britischen Währung halten wir aber einen Preis von gut 250 Euro für realistischer.

Design

Nicht nur vom Namen, auch von der Optik her wird klar: Das Corby Pro ist ein direkter Verwandter des Corby. Beiden ist das auffallend runde Gehäuse sowie das einprägsame, dreieckige Control-Pad gemein. Nebeneinandergelegt fällt die dickere Bauform auf: Die Tastatur des Pro sorgt für zusätzliche 5 Millimeter in der Höhe.

Die Tastatur gehört zu den besten, die wir bei Handys dieser Preisklasse jemals gesehen haben. Die einzelnen Tasten sind vergleichsweise groß und geben auf Druck ein „Klick“-Geräusch von sich – damit sorgen sie für ein hervorragendes haptisches Feedback. Auch die Anordnung der Buchstaben und Sonderzeichen überzeugt. Auf die wichtigsten Satzzeichen greift der Nutzer zu, ohne eine Shift- oder Symbol-Taste drücken zu müssen. Trotzdem haben die Entwickler sogar noch Platz für Verknüpfungen zu Messaging-Oberfläche und Webbrowser neben der Leertaste untergebracht.

Ausstattung

Leider ist das Display nicht ganz so beeindruckend wie die Tastatur. Mit einer Diagonalen von 2,8 Zoll gehört es zu den Kleinen unter den Touchscreen-Smartphones, und die Auflösung von 240 mal 320 Pixeln ist deutlich niedriger als die von der (teureren) Konkurrenz mit Android & Co. Unterm Strich fällt das aber nur negativ auf, wenn man den Webbrowser bemüht.

Außerdem ist die Abtastung der Berühungen nicht auf dem Stand der Technik. Samsung setzt hier einen resistiven Screen ein, der nur auf Druck, nicht aber auf Berührung reagiert. Da die Oberfläche aber angenehm große Symbole darstellt, fällt das nicht so sehr ins Gewicht wie bei anderen Handys.

Das Interface kennen wir schon von anderen Samsung-Handys mit Touchscreen: Hier kommt TouchWiz zum Einsatz. Die Bedienung stellt keine Rätsel auf. Ein nettes Gimmick sind die Widgets, die sich per Drag & Drop beliebig auf den drei Homescreens platzieren lassen. An Mini-Programmen gibt es zum Beispiel eine Google-Suche, Zugriff auf Facebook und Twitter oder ein Menü für das integrierte UKW-Radio. Mit den Android-Widgets kann das allerdings nicht mithalten – auf dem Samsung-Handy sind sie nicht ohne Weiteres nachinstallierbar und bieten weniger Optionen.

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2 Kommentare zu Im Test: Samsung Corby Pro – Touchscreen-Handy mit Tastatur

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