Toshiba war einer der Hauptverfechter des Blu-ray-Konkurrenzmediums HD-DVD. Als die letzten Stunden der High Density Digital Versatile Disc aber dann endgültig gezählt waren, hatte der Hersteller ein Problem. Anfangs sah es so aus, als ob er sich gänzlich aus dem Geschäft der Abspielgeräte heraushalten würde. Auf der IFA 2009 überraschte und Toshiba dann aber mit seinem ersten Blu-ray-Player, dem BDX2000.

Mittlerweile ist das Gerät für rund 200 Euro zu haben. Laut Hersteller richtet es sich vorrangig an Einsteiger. Trotzdem besitzt er einige erfreuliche Extras wie eine Unterstützung des Profils 2.0 und somit die Fähigkeit, Online-Inhalte abzurufen.

Design

Der BDX2000 sieht elegant aus. Zudem ist er nur halb so tief wie ein ausgewachsener Player oder AV-Receiver. Das hat zwar den Vorteil, dass mehr Platz für angeschlossene Kabel bleibt, allerdings schränkt es die Möglichkeiten beim Übereinanderstapeln von Geräten im HiFi-Rack ein. Dafür ist der Player mit 5,1 Zentimetern Höhe angenehm flach. Gepaart mit seiner Tiefe von 21,1 Zentimetern passt er so problemlos auf den Fernsehtisch oder den TV-Standfuß.

Um das Gerät möglichst schlicht zu halten, hat sich Toshiba für eine herunterklappbare Front entschieden, die die Bedienelemente, den Laufwerksschacht und einen SD-Kartenslot versteckt.


Unter der Frontklappe verbringt sich neben einigen Tasten und dem Laufwerksschacht auch ein SD-Kartenslot. Er dient unter anderem als Speicherweiterung für die BD-Live-Nutzung.

Die Tasten am Player selbst decken nur die Grundfunktionen ab. Es gibt Knöpfe für Power, Pause, Stop, Play und Eject. Allerdings reicht das völlig aus, da die Bedienelemente ohnehin vermutlich nur dann zum Einsatz kommen, wenn Käufer die Fernbedienung verlieren. Einzige Ausnahme: Man legt eine Disc ein und möchte, dass der lange Blu-ray-Disc-Ladevorgang schon beginnt, während man wieder zurück zum Sofa geht und sich hinsetzt.

Ladezeiten

Doch trotz Druck auf die Play-Taste am Gerät ist es leider oft so, dass nicht nur genug Zeit zum Hinsetzen bleibt. Man kann auch noch kurz eine Toilettenpause einlegen, bis der Film endlich startet. Schuld daran ist die Java-Plattform, auf der die Blu-ray-Menüs basieren. Sie führt dazu, dass fast alle Player, die wir bis jetzt getestet haben, mehr als 40 Sekunden für das Laden einer Disc benötigen. Leider ist der BDX2000 einer der langsamsten Player, der uns je untergekommen ist. Bis unser Test-Film 8 Blickwinkel beginnt, vergehen eine Minute und 22 Sekunden.

Dafür schlägt sich der BDX2000 gut, wenn das interaktive Java-Menü einmal geladen ist. Sowohl bei 8 Blickwinkel als auch beim Film Zombieland reagiert er flott auf Befehle der Fernbedienung. So machte es richtig Spaß macht, sich durch die Menüs zu wühlen.

BD-Live

Dank seiner Profil-2.0-Unterstützung beherrscht der BDX2000 sämtliche BD-Live-Funktionen. Allerdings ist es leider immer noch so, dass BD-Live eine Enttäuschung ist. Niemand produziert wertvolle Inhalte für den Online-Streaming-Dienst. Außerdem lädt das Sony-Portal mit dem Toshiba-Modell – wie mit allen von uns getesteten Player – äußerst langsam. Erscheint das Portal dann endlich auf dem TV-Schirm, funktioniert auch noch die Navigation durch die Inhalten äußerst träge. Und wenn man endlich beim Inhalt seiner Wahl angelangt ist, läuft er eventuell nicht. Ist das nun Toshibas Schuld? Nicht wirklich, dennoch erwähnen wir das Problem. Es ist einfach eine Schande, dass das Blu-ray-Format selbst nach mehreren Jahren immer noch nicht das hält, was es verspricht.


Dank Netzwerkschnittstelle greift der BDX2000 auf interaktives Online-Zusatzmaterial zu.

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