Mit Anschaffungskosten von rund 730 Euro für das Gehäuse und 830 Euro samt Kitobjektiv ist die E-P2 deutlich kostspieliger als ihre derzeit 450 beziehungsweise 550 Euro teure E-P1. Bei den ersten Blicken ins Datenblatt und auf das Gehäuse scheint sich kaum etwas geändert zu haben – jedenfalls nichts, was die Preisdifferenz von 300 Euro rechtfertigen würde.

Design

Vom Aufbau her ist die E-P2 ihrer Vorgängerin extrem ähnlich. Allerdings ist sie lediglich in Schwarz verfügbar, während die E-P1 in Silber und Weiß in den Regalen steht. Der auffälligste Unterschied besteht in dem Zubehöranschluss, der das Gehäuse ein Stückchen in die Höhe wachsen lässt. Derzeit bietet Olympus zwei Extras für den Port an: einen Adapter für externe Mikrofone sowie einen elektronischen Sucher (EVF). Die Sehhilfe zum Aufstecken ist im Lieferumfang der Kamera enthalten – das stellt ein nettes Plus gegenüber der Micro-Four-Thirds-Konkurrentin Panasonic Lumix DMC-GF1 dar, denn hier müssen Käufer zusätzlich Geld auf den Tisch legen.

Zwar können elektronische Sucher mit ihren optisch arbeitenden Verwandten nie ganz mithalten, doch der Olympus-EVF überrascht uns positiv. Er bietet ein helles sowie kontraststarkes Display. Die Auflösung reicht auch zum manuellen Fokussieren aus. Hier hilft auch die überarbeitete Funktion zum händischen Scharfstellen, die anstelle der Bildmitte den Bereich um den gerade ausgewählten Fokuspunkt vergrößert. Die schwenkbare Aufhängung der Sehhilfe ist ebenfalls ein erfreuliches Extra.


Praktisch: Der elektronische Sucher lässt sich um bis zu 90 Grad nach vorne kippen.

Die Front der E-P2 spricht eine Designsprache aus den 50er Jahren. Mit dem 3 Zoll großen Display auf der Rückseite stellt die Kamera allerdings schnell klar: Ich komme aus dem dritten Jahrtausend. Neben dem LCD befindet sich eine vertikale Tastenreihe mit Knöpfen für Autofokus- und Belichtungssperre, Wiedergabe, Löschen und Menü. Rechts davon sitzt eine mit Fn bezeichnete Funktionstaste, die je nach Gusto verschiedene Aufgaben erfüllt, beispielsweise Weißabgleich anpassen, abblenden, manuellen Fokus aktivieren, Testfoto schießen oder LCD-Beleuchtung abschalten.

Unterhalb des Fn-Buttons sitzt ein Vier-Wege-Pad samt Einstellring und mittiger Ok-Taste. Das Navigationspad dient außerdem zum Konfigurieren von Fokusmodus, ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich sowie Serienbildfunktion und Selbstauslöser. Weiter oben befindet sich ein in der horizontalen drehbares Rädchen, das wie der Einstellring des Vier-Wege-Pads zum schnellen Festlegen von Blende und Belichtungszeit dient. Beide Bedienelemente machen einen präzisen und komfortablen Eindruck.

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