Opera reicht eine iPhone-Variante seines Webbrowsers bei Apple ein

Schon seit Ende letzten Jahres füttert der Browserhersteller Opera das Web fleißig mit Informationen über eine iPhone-Version seines Programms Opera Mini. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hatten einige Journalisten dann bereits die Möglichkeit, etwas mit der App zu spielen. Gestern war es dann schließlich so weit: Der Konzern hat die Software offiziell bei Apple eingereicht und hofft nun auf eine Veröffentlichung im App Store.

Generell stehen die Chancen allerdings eher schlecht. Schließlich hat Apple bis dato nur Safari-Alternativen zugelassen, die auf der Webkit-Technik basieren, die auch der hauseigene Browser nutzt. Durch die gute Pressearbeit des Browserherstellers könnte es Opera Mini allerdings wirklich schaffen, den Apple-Bann zu brechen. Schließlich würde eine Ablehnung sicher für reichlich Kritik sorgen. Apple steht jetzt vor der Wahl: Entweder lehnt der Konzern die Safari-Alternative ab und handelt sich so Ärger ein, oder er lässt sie zu und muss dann damit rechnen, dass Mozilla, Google & Co. ihre Surfsoftware ebenfalls auf das iPhone bringen wollen.

Nimmt Apple Opera Mini in sein App-Sortiment auf, hat der eigenen Angaben zufolge populärste mobile Webbrowser der Welt ein neues Nest gefunden – und sorgt dort laut Hersteller in erster Linie für mehr Geschwindigkeit bei Surfen. Denn im Gegensatz zu Safari lädt Opera Mini Websites nicht direkt. Er schickt die Anfrage stattdessen erst an einen Opera-Server, der die Seite dann abruft und für das iPhone optimiert. Dadurch sinkt das für die Übertragung notwendige Datenvolumen und die Geschindigkeit steigt. Laut Hersteller soll die Software bis zu sechs Mal schneller sein als das originale Apple-Variante. Zudem funktioniert mit Opera Mini echtes Tabbed-Browsing: Im Gegensatz zu Safari lädt die Software Websites auch dann weiter, wenn der jeweilige Tab in den Hintergrund geschickt und ein neuer geöffnet wird.

Ob, und wenn ja, wann, Opera Mini im App Store verfügbar ist, steht derzeit noch nicht fest. Es ist aber anzunehmen, dass es zumindest noch eine Weile dauert, bis Apple mit der Prüfung der Software fertig ist. Schließlich gehen täglich mehrere Hundert Apps ein. Hier muss sich selbst Opera erstmal hinten anstellen. (Foto: Opera)

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