Wer sowohl einen leistungsstarken Rechner für den Heimgebrauch als auch ein Notebook zum mobilen Surfen und zum Lesen seiner E-Mails benötigt, muss entweder zwei Geräte bezahlen, oder ein Notebook kaufen, das sich dank großem Display und guter Ausstattung auch als Desktop-Ersatz eignet. Acer hat mit dem Aspire 7540G genau so ein Gerät vorgestellt. Es besitzt ein 17,3-Zoll-Display und eine flotte AMD-CPU. Obendrein hat es eine DirectX-11-kompatible Grafik an Bord. Allerdings geht das natürlich auf Kosten der Mobilität.

Design und Ausstattung

Äußerlich gleicht das 7540G vielen anderen Acer-Notebooks und -Netbooks. Auf dem hochglanzlackierten Deckel hinterlässt jede Berührung sichtbare Fingerabdrücke. Häufiges Polieren ist also Pflicht. Der Bereich um die Tastatur besteht aus grauem Kunststoff, den der Hersteller mit kleinen Vertiefungen versieht.

Das 7540G ist eindeutig als Desktop-Ersatz positioniert: Mit seinem 17,3-Zoll-Widescreen, einem Gewicht von 3,9 Kilogramm und Abmessungen von 44,0 mal 29,5 mal 4,4 Zentimetern ist es für den mobilen Einsatz fast schon einen Tick zu groß und zu schwer. Zu Hause bietet es dafür umso mehr Leistung.

Acer hat dank des großen Chassis eine Tastatur mit Ziffernblock untergebracht. Am Layout sind die zu kleinen Pfeiltasten sowie die nur eine Zeile hohe Enter-Key zu bemängeln. Wie bei anderen Notebooks des Herstellers haben die Tasten ein wenig Abstand zueinander und scheinen zu schweben. Der Komfort beim Tippen überzeugt aufgrund eines sauber definierten Anschlags und eines satten, akustischen Feedbacks.

Das angenehm große Touchpad, das aus demselben Material wie die Handballenauflage besteht, beherrscht Multitouch: Zwei Finger ermöglichen das Scrollen, die Spreiz-Geste zum Zoomen funktioniert ebenfalls.

Auf der rechten Seite des Gehäuses finden sich ein USB-Port, ein Gigabit-Ethernet-Anschluss sowie ein DVD-Brenner. Links sitzen drei weitere USB-Ports, von denen einer als USB/eSATA-Kombination dient. Externe Monitore verbinden sich analog per VGA oder digital per HDMI und DisplayPort mit dem 7540G.

Der 17,3-Zoll-Widescreen im 16:9-Format löst 1600 mal 900 Bildpunkte auf. Er zeigt das Bild scharf und mit lebendigen Farben an. Leider ist das Display mit einer Hochglanzbeschichtung versehen. Damit gehen bekanntermaßen störende Reflexionen einher, die auch bei maximaler Displayhelligkeit deutlich sichtbar sind. Wer die Hintergrundbeleuchtung dimmt, beispielsweise um Strom zu sparen, erkennt Inhalte bei Sonneneinstrahlung nur sehr schlecht. Beim Blick von der Seite zeigt der Screen eine erfreuliche Farbstabilität, von oben muss man aber Abstriche machen. Das lässt sich durch die Änderung der Display-Neigung aber einfach umgehen.

Im oberen Bildschirmrahmen steckt eine Webcam, die Videokonferenzen in HD-Auflösung (720p) erlaubt. Sie bietet auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch eine ordentliche Qualität.

Auf dem Aspire 7540G läuft Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version. Die 4 GByte Arbeitsspeicher werden also voll ausgenutzt. Notebook-Hersteller wie Acer lassen es sich nicht nehmen, das OS mit allerlei Zugaben von meist fragwürdiger Qualität auszurüsten: Den Desktop zieren mehrere Icons, die beispielsweise zum Acer Zubehör Shop, zu Ebay oder zur Acer-Registrierung führen. Auch das Norton Online Backup hat eine prominente Platzierung bekommen.

Vorinstalliert sind 60-Tage-Demos von Microsoft Office 2007 und McAfee Internet Security Suite. Letztere fordert schon nach kurzer Zeit penetrant zur Registrierung auf. Der Acer Updater sorgt mit eigenen Warnmeldungen dafür, dass Software und Treiber aktuell bleiben.

Die Kritik an der Softwareausstattung des Aspire lässt sich mittlerweile auf die meisten Consumer-Notebooks übertragen. Angesichts des Preisdrucks ist es nachvollziehbar, dass sich OEMs durch die Dreingabe von Tools wie McAfee Internet Security Suite ein paar Euro dazuverdienen möchten. Für den Endanwender macht das die Sache aber nicht besser.

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