Canon ist noch relativ neu im Geschäft der kompakten Superzoomkameras. Erst letztes Jahr brachten die Japaner mit der PowerShot SX200 IS ihren ersten handlichen Vergrößerungskünstler auf den Markt. Die Nachfolgerin SX210 IS bietet einen hochauflösenderen Sensor und ein überarbeitetes, schickeres Design. Allerdings sieht sich die Digicam einer taffen Konkurrenz gegenüber. Hat die Kamera eine Chance gegen Panasonics lange etablierte TZ-Serie und gegen Fujifilms F80EXR mit auf Nachtfotos getrimmtem Sensor?

Design

Im Vergleich zur SX200 hat Canon der SX210 IS ein deutlich ansprechenderes und aufgeräumteres Gehäuse verpasst. Erfreulich ist auch die Schlankheitskur, die die Dicke von 3,8 auf 3,2 Zentimeter reduziert hat. Das neue Modell bietet keinen definierten Handgriff mehr, und die abgerundeten Ecken sind ein erfreulicher Absprung von der Ziegelstein-Optik der SX200.


Das Modusrädchen befindet sich bei der Canon PowerShot SX210 IS auf der Rückseite.

Der Moduswahlschalter der SX210 IS sitzt nun auf der Rückseite des Gehäuses und ist einfach mit dem Daumen zu erreichen. Allerdings sitzt das Rädchen etwas fest und lässt sich nur mit sanfter Gewalt drehen. So verstellt es sich zwar nicht unabsichtlich in der Hosentasche, wenn es schnell gehen muss, ist diese Schwergängigkeit allerdings von Nachteil.

Unterhalb des Modusschalters befinden sich Tasten für Wiedergabe, Videoaufnahme, Display und Menü sowie ein Vier-Wege-Pad, das von einem Scroll-Rädchen umgeben ist. Auf dem Navigationspad sind keine Icons abgebildet, doch sobald man den Daumen darauflegt, zeigt das Display einen Optionsdialog an. So wirkt die Rückseite der Kamera zwar weniger überfrachtet, doch auch hier steht das Design im Weg, wenn der Fotograf zügig reagieren muss.

Für die Brennweitenveränderung hält ein winziger Hebel neben dem Auslöser auf der Oberseite der SX210 IS her. Aufgrund seiner Größe ist er stellenweise recht schwer zu bedienen. Erfreulicherweise ermöglicht er aber variable Zoomgeschwindigkeiten. Ein leichtes Kippen nach links beziehungsweise rechts lässt das Objektiv langsam aus- beziehungsweise einfahren. Mit etwas mehr Druck fährt die Optik zügig vom einen zum anderen Ende des Brennweitenbereichs.


Der Blitz schießt beim Einschalten der Kamera automatisch nach oben.

Ein Kritikpunkt an der SX200 IS war der elektronisch gesteuerte Blitz, den man nicht zurück in die Kamera drücken konnte. Bei der SX210 IS bügelt Canon diesen Missstand aus. Allerdings schießt der Onboard-Blitz beim Einschalten sofort aus dem Gehäuse – das nervt manchmal. Der Fotograf muss ihn nach unten ins Gehäuse schieben, um die Beleuchtung zu deaktivieren. Ist dann auf einmal dennoch der Blitz vonnöten, so zieht man die etwas empfindlich wirkende Mechanik am besten vorsichtig wieder nach oben.

Sobald wir uns an die Bedienung gewöhnt haben, macht das Fotografieren mit der SX210 IS wirklich Spaß. Gewicht und Ausbalancierung scheinen genau richtig, und auch das einhändige Fotografieren stellt kein Problem dar. Lediglich der Moduswahlschalter könnte etwas leichtgängiger sein.

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