iPhone-App Nimbuzz: multitalentierter Instant-Messenger-Client mit Telefonfunktion

Wer einen iPhone-Vertrag ohne SMS- und MMS-Flatrate besitzt, zahlt für jede Kurznachricht 19 beziehungsweise satte 39 Cent. Das gleiche gilt sogar bei Flatrates, wenn der Freund außerhalb des T-Mobile-Netzes unterwegs ist. Doch dank Instant-Messengern wie ICQ, Skype & Co. gelangen Texte ohne Längenbegrenzung, Fotos und sogar Videos kostenlos über die Datenflatrate zum Empfänger.

Wer im AppStore nach einem Client für derartige Instant Messenger sucht, wird geradezu mit Ergebnissen überhäuft. Die meisten Programme halten allerdings nicht einmal annähernd das, was deren Hersteller versprechen. Ganz im Gegensatz zu Nimbuzz: Die kostenlose Software unterstützt nicht nur unzählige Messenger, sie kommuniziert auch mit Social Networks wie Facebook und beherrscht Anrufe ins Fest- oder Handynetz sowie zu Skype- und Nimbuzz-Kontakten.

Nach dem ersten Start der App geht es zunächst an das Anlegen von Accounts. Dazu genügt ein Fingertipp auf Einstellungen und Accounts. Dort zeigt Nimbuzz alle unterstützten Dienste an. Nach einer Berührung des jeweiligen Netzwerks fragt die Software nach den Login-Daten. Sind diese eingegeben und gespeichert, meldet sich die App in Zukunft automatisch an und präsentiert die Kontakte wahlweise nach Dienst sortiert in einer Liste – inklusive Bild.




Nach einem Klick auf einen Kontakt in der Liste ermöglicht Nimbuzz das direkte Starten von Chats. Eine Taste zum Anrufen ist ebenfalls vorhanden. Darüber hinaus finden sich zwei Knöpfe für Foto- und Videoversand, die die Dateiübertragungsfunktionen des jeweiligen Dienstes nutzen. Wer Multimediainhalte an einen Freund schickt, kann aus seiner Bibliothek wählen oder direkt ein Bild oder einen Clip aufnehmen. Damit man auch bei geschlossener App keinen Chat und keinen Anruf verpasst, bietet Nimbuzz ein Push-Notification-Feature, das die Popup-Nachrichten-Funktion des iPhone unterstützt.

Wer sich nicht mit Anrufen zu Skype oder ICQ-Kontakten begnügen möchte, telefoniert im Nimbuzz-Tab Anrufen auch zu Handys und ins Festnetz. Dazu kann er wahlweise sein Skype-Out-, sein Nimbuzz- oder sein Sip-Konto mit Guthaben füttern und dieses abtelefonieren. Je nach Land und Netz können die Kosten hierbei deutlich geringer als bei der normalen T-Mobile-Telefonie sein. Neben einer normalen Ziffern-Tastatur zum Eintippen von Nummern holt die App auch die Kontaktliste auf den Schirm.

In unserem Praxistest arbeitet Nimbuzz zuverlässig und problemlos. Das Chatten mit Facebook-Kontakte funktioniert genauso gut wie die Festnetz-Telefonie via Sip-Account. Hinzu kommt, dass die App nicht nur via WLAN telefoniert, sondern Anrufe auch über GPRS empfängt. Dadurch kommen sie auch dann durch, wenn das iPhone gerade im Standby-Modus ist. Allerdings sollten sich Nutzer des Programms darüber im Klaren sein, dass T-Mobile VoIP-Telefonate verbietet. Sie funktionieren zwar, können aber zu einer Kündigung des Vertrags führen.

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