Microsoft bringt eigene Handys: KIN One & KIN Two ab Herbst bei Vodafone

Microsoft KIN One und KIN TwoDas Gerücht ging schon länger um: Microsoft arbeitet an einem eigenen Handy. Neben dem Windows-Mobile-Betriebssystem, das unter anderem auf Smartphones der Hersteller HTC, Samsung, LG und Sony Ericsson zum Einsatz kommt, bringt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Sharp nun auch ein eigenes Handy – beziehungsweise zwei. Unter dem Namen KIN One und KIN Two sollen im Sommer in den USA zwei Geräte beim Mobilfunkbetreiber Verizon zu haben sein. Nach Deutschland kommen die Smartphones im Herbst, exklusiver Vertragspartner ist hier Vodafone.

Der Beschreibung der Geräte nach zu urteilen, zielt das Unternehmen hinter den Software-Programmen Windows und Office, der Spiele-Konsole Xbox 360 und des iPod-Konkurrenten Zune, der bislang nur in den USA zu haben ist, auf die Zielgruppe der ehemaligen HipTop- beziehungsweise Sidekick-Käufer. Diese Handys galten lange Zeit als BlackBerrys für Privatnutzer: Sie waren verhältnismäßig günstig und ermöglichten bereits sehr früh den Zugriff aufs Internet zu bezahlbaren Flatrate-Konditionen. Außerdem enthalten waren App-Store, Push-Mail und Messenger. Den Entwickler dieser Geräte, Danger, hat Microsoft 2008 übernommen. Abgesehen vom ersten Modell wurden die Smartphones vom japanischen Hardwarehersteller Sharp produziert, der sich nun auch für KIN One und KIN Two verantwortlich zeigt.

Beide KINs verfügen über Touchscreen-Displays und ausziehbare Tastaturen, damit die Nutzer über Messenger, SMS und soziale Netzwerke wie Facebook Kontakt mit ihren Freunden halten können. Aufgrund dieser Auslegung nennt Microsoft seine neuen Handys „Social Phones“. Die Oberfläche der Geräte zieht Status-Updates aus verschiedenen Netzen und blendet sie in zeitlicher Reihenfolge und unabhängig vom verwendeten Medium ein – das erinnert an die Konzepte Timescape und Sense, die Sony Ericsson und HTC bei ihren aktuellen Smartphones wie dem Xperia X10 oder dem Desire im Angebot haben.

Auch der Austausch von Multimedia-Dateien wird groß geschrieben: Fotos, Videos, Kontakte, Nachrichten & Co. werden wie bei den früheren SideKick-Handys direkt hochgeladen und sind per Web-Interface erreichbar. Das kleinere, auf Einhand-Bedienung ausgelegte KIN One verfügt über eine 5-Megapixel-Kamera, der große Bruder Two nimmt Fotos mit 8 Millionen Bildpunkten auf. Beide Geräte integrieren einen LED-Blitz sowie einen Bildstabilisator.

Außerdem an Bord sind Webbrowser und Zune. Das Multimedia-Interface soll wie die iPod-Funktion auf dem iPhone unterwegs für Unterhaltung sorgen. Die Pressemitteilung spricht von Musik, Videos, Radio und Podcasts – dementsprechend vermuten wir, dass das Unternehmen seinen iTunes-Konkurrenten auch in Deutschland an den Start bringen will.

Die Oberfläche basiert nicht – wie derzeit üblich – auf Programm-Icons, sondern auf Themen. Darunter finden sich etwa Freunde, Textnachrichten oder Bilder. Das erinnert an die Windows-Phone-7-Oberfläche, die Microsoft im Februar auf dem Mobile World Congress vorgestellt hat. Kein Wunder.

Genaue technische Daten oder Preise verraten derzeit weder Microsoft noch Vodafone. Wir bleiben am Ball. Bis dahin gibt’s mehr Infos in der Bildergalerie. (Bild: Microsoft)

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