Mini-Test: Olympus-Weitwinkelobjektiv M.Zuiko Digital ED 9-18mm 1:4.0-5.6

Olympus M.Zuiko Digital ED 9-18mm 1:4.0-5.6Bislang ist die Auswahl an Objektiven, die Olympus für seine Micro-Four-Thirds-Kameras anbietet, noch recht klein. Es gibt bislang eine 14-bis-42-Millimeter-Kitoptik und eine 17-Millimeter-Pancake-Linse. Zum Vergleich: Panasonic bietet derzeit sieben Objektive für die kompakten Systemkameras an.

Hinter der kryptischen Bezeichnung M.Zuiko Digital ED 9-18mm 1:4.0-5.6 versteckt sich jetzt Olympus‘ erstes Micro-Four-Thirds-Weitwinkelobjektiv. Insbesondere die mit 510 Euro vertretbaren Anschaffungskosten machen die Optik für Anhänger der kompakten Systemkameras interessant. Panasonics Weitwinkelzoom, das Lumix G Vario 7-14mm f4.0 kostet rund das Doppelte, ist dafür allerdings auch etwas lichtstärker und bietet einen noch größeren Bildwinkel.

Die Olympus-Optik nutzt einen komplett im Objektiv integrierten Fokusmechanismus, was für leisere Betriebsgeräusche sorgt. Das ist ein definitives Plus für Nahaufnahmen und Videos. Die Linse ist leicht und vertraut auf dieselbe zusammenschiebbare Konstruktion, die wir schon von Olympus‘ 14-bis-42-Millimeter-Kitoptik kennen. Wir hatten bereits die Gelegenheit, ein paar Stunden mit dem Objektiv herumzuspielen.

Olympus M.Zuiko Digital ED 9-18mm 1:4.0-5.6

Das Gehäuse macht einen soliden Eindruck. Sowohl der Zoom- als auch der Fokusring lassen sich leicht und präzise drehen. Die optischen Eigenschaften sind – wie von Olympus gewohnt – ausgezeichnet. Die Schärfe ist von Bildecke zu Bildecke konsistent, und die Tonnenverzerrung angesichts des starken Weitwinkels ebenfalls sehr gering. Chromatische Aberrationen treten praktisch nicht auf. Die runde Iris sorgt für eine weiche, natürliche Wiedergabe von Gegenständen, die außerhalb des Fokus liegen.

Zudem macht das Objektiv einen schnelleren Eindruck als die anderen Olympus-Linsen. Ganz problemlos geht das Scharfstellen zwar immer noch nicht vonstatten, der Autofokus gibt aber spürbar mehr Gas als bei Pancake- und Kitoptik. Etwas enttäuschend ist allerdings die maximale Blendenöffnung von F4 im Weitwinkel. Sicherlich, die Olympus-Linse ist günstiger als die DSLR-Pendants von Nikon und Canon, aber diese erreichen mit F3,5 bis F4,5 deutlich bessere Lichtstärken. Zudem ist im Lieferumfang keine Sonnenblende enthalten. Wer primär bei guten Lichtverhältnissen oder vom Stativ fotografiert, sollte sich an der Blende allerdings nicht stören und erhält ein ausgezeichnetes Objektiv für faires Geld. (Fotos: CBS Interactive)

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