iPhone-App Opera Mini: Alternative zum Apple-Browser Safari

Opera Mini stellt CNET.de nahezu fehlerfrei dar.

Der iPhone-Webbrowser Safari lädt Websites schnell und zuverlässig. Auch die Bedienung mittels Fingergesten überzeugt. Allerdings fehlen dem Programm einfach ein paar Funktionen, die jeder Vielsurfer schon nach kurzer Zeit schmerzlich vermisst: Wer beispielsweise ein neue Tab öffnet, während der andere noch lädt, unterbricht damit den Download der Daten. Wechselt er anschließend wieder zurück, bekommt er wieder den Ladebalken anstatt der fertigen Seite zu sehen.

Genau an diesen Schwachpunkten setzt der kürzlich für den App Store zugelassene Alternativ-Browser Opera Mini an. Die iPhone-Variante des auf anderen Plattformen sehr erfolgreichen Programms lädt Seiten im Hintergrund, synchronisiert Daten mit dem Opera-Account sowie den damit verbundenen PCs und soll zudem noch ein ganzes Stück schneller sein. Außerdem gibt es einen Modus für privates Surfen, der keine Informationen zu besuchten Seiten oder eingegebenen Begriffen speichert.

Nach dem ersten Start zeigt Opera Mini die von der PC-Variante bekannte Thumbnail-Übersicht der Lieblingsseiten an. Oben befinden sich wie gewohnt Adress- und Suchfeld. Letzteres eignet sich aber nicht nur für die Google-Recherche, sondern durchforstet auch Amazon, Ebay & Co. nach Begriffen.

Opera Mini durchforstet nicht nur Google, sondern auch Ebay, Leo & Co.
Ein übersichtliches Menü erlaubt den schnellen Zugriff auf alle Funktionen.
Opera Mini lädt Tabs im Hintergrund weiter.


Nach einem Klick auf den Tab-Knopf in der Leiste am unteren Bildschirmrand taucht ein Feld auf, das geöffnete Tabs in einer Vorschau anzeigt. Zum Starten eines neuen genügt ein Fingertipp. Auch das Öffnen von Links in einem Extra-Fenster ist problemlos möglich – genauso wie das Speichern von Bildern. Eine echte Download-Funktion, die auch andere Dateitypen unterstützt, fehlt allerdings. Dafür ist eine Suche enthalten, die Begriffe innerhalb einer Seite findet.

Um Websites schneller zu laden, gelangen sie nicht direkt auf das iPhone. Stattdessen sorgt ein Umweg über den Opera-Server für eine Komprimierung und somit für weniger Datenvolumen. Allerdings nützt Opera Mini dieser kleine Vorsprung wenig. Ist die Seite geöffnet, erscheint sie nämlich viel zu klein und unleserlich auf dem Display. Das Zoomen mittels Fingergeste klappt nicht. Stattdessen holt nur ein Fingertipp den Inhalt größer auf den Screen – stufenloses Vergrößern ist nicht möglich. Dadurch fühlt sich die Software nicht wie eine iPhone-App an, sondern eher wie ein Programm für Windows Mobile 5.0.

Trotz dieser Schwächen sollte man Opera Mini zumindest eine Chance geben. Schließlich hat sich der Browser eisern durch die Apple-Zertifizierung gekämpft und so den Weg für andere Safari-Alternativen, die nicht auf WebKit basieren, freigemacht.

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