UMTS-Nachfolger LTE: Schluss mit TV-Empfang per DVB-T und DVB-C?

Die Mobilfunktechnik LTE macht Surfgeschwindigkeiten jenseits von DSL auch für mobile Endgeräte möglich. Laut einer Untersuchung kann der Datenturbo allerdings massive Bildstörungen bei Fernsehempfängern verursachen. Besonders DVB-T- und DVB-C-Geräte sollen davon betroffen sein.

Mobilfunkunternehmen haben es derzeit nicht leicht, denn der Markt für mobile Telefonie gilt als nahezu gesättigt. Da kommt es gerade recht, dass mit LTE (Long Term Evolution) eine neue Technik an den Start steht, die eine Revolution für die Branche verspricht. LTE soll UMTS ablösen und die mobile Datenübertragung deutlich schneller, dabei aber so unkompliziert und leicht zugänglich machen, wie es derzeit im Festnetz der Fall ist.

LTE ermöglicht Datentransferraten von bis zu 300 MBit/s, und erste Netzbetreiber wollen in frühen Tests schon 150 MBit/s erreicht haben. Selbst das ist immer noch zehnmal schneller als die bisher schnellste Mobilfunkvariante und soll sogar im Auto oder bei zügiger Fahrt nicht merklich an Übertragungsgeschwindigkeit einbüßen. Dagegen bringt es die Kombination aus UMTS und HSPA Plus auf gerade einmal 14,4 MBit/s und ist außerdem auf Großstädte und Ballungsräume beschränkt. Abseits davon sieht es in puncto mobiler Breitband-Anbindung düster aus. Deutschlandweit sind immer noch rund 700 Kommunen vom schnellen Internet abgeklemmt und können einen Breitbandanschluss meist nur per Satellit und allen damit verbundenen Nachteilen herstellen. Genau hier soll LTE Abhilfe schaffen und durch seine hohen Übertragungsraten auch ländliche Regionen flächendeckend mit schnellem Internet versorgen.

Beste Voraussetzungen für LTE: Immer mehr Anwender greifen zu schnellen UMTS-Anschlüssen. (Quelle: BITKOM)
Beste Voraussetzungen für LTE: Immer mehr Anwender greifen zu schnellen UMTS-Anschlüssen. (Quelle: BITKOM)

Neue Einsatzmöglichkeiten für Handys: HDTV und Online-Games

Die Einsatzszenarien von LTE beschränken sich nicht nur auf hohe Geschwindigkeiten und flotte Downloads. Durch ihre kurzen Latenzzeiten erschließt die neue Mobilfunktechnik komplett neue Anwendungen für mobile Geräte, zum Beispiel Online-Games oder die ruckelfreie Übertragung von HD-Videos. Auf die Anbieter kommen zudem keine umfangreichen Investitionen zu, weil sich die bestehende Mobilfunk-Infrastruktur weitestgehend für LTE nutzen lässt.

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