HP kauft Palm: bald iPaqs mit WebOS?

Letztes Jahr auf der CES in Las Vegas hat uns Palm mit WebOS eine positive Überraschung beschert. Als der Palm Pre schließlich bei uns in der Redaktion ankam und seine Runde machte, gab es praktisch ausnahmslos begeisterte Gesichter. Aber irgendwie, irgendwie wollten die WebOS-Geräte nicht in die Puschen kommen. Hierzulande noch weniger als in den USA. Ob die Marketing-Strategie des Herstellers, die schier übermächtigen Konkurrenten Android und iPhone oder das Hemd von Jon Rubinstein daran Schuld waren – man weiß es nicht.

Dass sich Palm nach einem desaströsen ersten Quartal 2010 selbst zum Verkauf angeboten hat, war bekannt, und wir hatten als potenzielle Käufer in erster Linie HTC und Lenovo auf dem Schirm. Mit dem Konzern HP, der ähnlich wie Palm mehr schlecht als recht durchs Smartphone-Business schifft, hätten wir jedoch nicht gerechnet. Auf den zweiten Blick wirken die beiden frisch vermählten allerdings wie ein Traumpaar.

Mit seinen iPaqs konnte HP in den letzten Jahren auf dem Handymarkt keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Tatsache, dass der Hersteller auch noch auf Windows Mobile setzt, hilft hier sicherlich nicht weiter. WebOS allerdings könnte dem kalifornischen Konzern wieder Leben einhauchen. Es wird sogar gemunkelt, dass HP das Betriebssystem nicht nur auf Smartphones, sondern auch auf Netbooks und Tablet-PCs einsetzen möchte. Wir sind schwer gespannt.

Wer jetzt beim Lesen schwermütig geworden ist und seinen alten PalmPilot auf dem Speicher suchen gehen möchte, kann sitzenbleiben: Die folgende Fotostrecke zeigt die wichtigsten Palm-Geräte der letzten 15 Jahre.(Bild: CBS Interactive)

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