Leicht wird es der taufrische Handyhersteller nicht haben – günstige Android-Smartphones bewegen sich in ähnlichen Preisbereichen wie die beiden Microsoft-Handys und bieten deutlich mehr. Aber braucht ein Vierzehnjähriger App Store, Textverarbeitung, Exchange & Co.? Fest steht, dass das Kin Two einen neuen Ansatz zur Integration von Social Networks bietet. Bunt, laut und wie gemacht für Informationsflut-resistente Teenager, die ständig mit ihren Freunden in Kontakt stehen wollen.

Der Erfolg der beiden Kin-Handys hängt allerdings nicht nur von der Ausstattung, sondern auch von den Anschaffungskosten ab. Denn bei der jungen Zielgruppe sieht das Budget anders aus als beim typischen iPhone-Käufer. Die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest, in den USA kostet das Kin Two mit einem Zweijahresvertrag allerdings 99,99 Dollar, zuzüglich 29,99 Dollar pro Monat. Zum Vergleich: Das Android-Smartphone Vodafone 845 ist hierzulande demnächst für 130 Euro ohne Vertrag erhältlich.

In den USA beginnt gerade die Auslieferung des Handyduos über den dortigen Provider Verizon. Hierzulande werden die Geräte wohl erst im Spätsommer erhältlich sein.

Design

Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder bietet das Kin Two eine recht gewöhnliche Optik. Mit den Abmessungen von 10,8 mal 6,4 Zentimetern ist es so groß wie ein gewöhnliches Smartphone mit QWERTZ-Tastatur. Aufgrund der Dicke von knapp zwei Zentimetern macht sich das Mobiltelefon jedoch deutlich in der Hosentasche bemerkbar. Dafür fühlt es sich aber auch wertig und solide verarbeitet an.

Das Microsoft Kin Two kommt im traditionellen QWERTZ-Handy-Design.Das Kin One sieht außergewöhnlicher aus.
Das Microsoft Kin Two kommt im traditionellen QWERTZ-Handy-Design. Das Kin One sieht außergewöhnlicher aus.

Der Vorteil der gegenüber dem Kin One größeren Abmessungen ist das gewachsene Display. Der Touchscreen misst 3,4 Zoll und arbeitet mit der kapazitiven Technologie. Dank höherer Auflösung sieht die Anzeige außerdem schärfer aus. Der integrierte Lagesensor dreht den Bildschirminhalt je nach Ausrichtung des Geräts ins Hoch- oder Querformat. Zwar reagiert das Handy schnell auf eine Drehung, doch bis sämtliche Feeds und Fotos auf dem Homescreen neu aufgebaut wurden, vergehen ein paar Sekunden.

Wie beim Kin One geht auch beim Kin Two das Scrollen nicht so flüssig von der Hand, wie wir es vom iPhone oder von Android-Geräten gewohnt sind. Dank Multitouch-Kompatibilität funktioniert die Zwei-Finger-Geste zum Vergrößern und Verkleinern im Webbrowser und bei Fotos. Unterhalb des Bildschirms gibt es eine einsame mechanische Taste, die den Anwender zum vorherigen Bildschirm zurückbringt. Wir hätten uns hier noch einen Home-Button gewünscht, denn um aus tieferen Menüstrukturen per Zurück-Button zum Homescreen zurückzukommen, sind etliche Tastendrücke vonnöten.

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