25 Euro Materialkosten: wetterfeste Überwachungskamera im Eigenbau

Günstige Kameras zur Videoüberwachung per Internet oder mit automatischer Aufzeichnung gibt es schon für ein paar Euro. Teuer wird es, wenn Eingangstür, Parkplatz oder Ferienhaus Begierde der Kontrolle werden – denn wetterfeste Modelle, die für die Montage im Freien geeignet sind, kosten schnell hunderte von Euros. Wir haben eine außentaugliche Kamera zum Schnäppchenpreis selbst gebaut.


Videoüberwachung ist in – ob in S-Bahn, Fußgängerzonen, Einkaufszentren oder kleinen Läden. Das kann man gut finden oder nicht, aber wenn es darum geht, sein eigenes Hab und Gut zu schützen, fallen die Bedenken der permanenten Überwachung schnell über Bord. Eine Kamera für das Vordach vor der Eingangstür ist ja durchaus eine sinnvolle Investition: Sie informiert, wer vor der Tür steht, wer in Abwesenheit des Hausherren da war und schreckt gleichzeitig böse Buben ab.

Außentauglich?

Kameras, die im Freien hängen, müssen aber besonderen Ansprüchen gerecht werden. Einfache Webcams geben hier aufgrund von Temperaturschwankungen, Regen, Sturm und Schnee schnell den Geist auf: Sie ziehen Feuchtigkeit, die Linsen beschlagen und die Elektronik im Inneren korrodiert.

Entsprechend geschützte Modelle gibt es für 50 Euro aufwärts. Sie stecken in Metallgehäusen, ihre Linsen sind verdeckt von Echtglasscheiben, versehen mit Gummidichtungen. Aber: Sie arbeiten analog. Als Anschluss stehen lediglich Strom und Composite-Video zur Verfügung. Damit lassen sich die Kameras problemlos an den Fernseher oder VHS-Rekorder anschließen – oder aber an professionelle Überwachungssysteme, wie sie in Parkhäusern, Bahnhöfen oder Einkaufszentren zum Einsatz kommen. Zum Anschluss an den PC sind Adapter-Karten für den PCI-Slot oder externe Video-Grabber mit USB-Anschluss nötig – und so steigt der Preis schnell deutlich über 100 Euro.

Noch teurer wird’s, wenn es gleich eine digitale Überwachungskamera sein soll. Entsprechende Netzwerkkameras, etwa von Mobotix, kosten problemlos 500 Euro – und wetterfeste Gehäuse für günstige Cams schlagen auch mit 100 Euro oder mehr zu Buche.

Der Plan für den Umbau

„Das muss doch günstiger gehen“, denken wir uns beim Blick auf die Preise für Webcams im Geizmarkt: Wer Glück hat, schießt bereits für 10 Euro ein Schnäppchen. Für unter 20 Euro gibt es garantiert eine kleine Kamera. Die Idee: Wir bauen das Gerät so um, dass es Wind und Wetter trotzt, und stecken es in ein attraktives Gehäuse.

Das Ausgangsmaterial: Aus einer Dummy-Kamera und einer Webcam muss sich doch eine anständige Lösung bauen lassen. Materialwert inklusive Porto: Circa 25 Euro.
Das Ausgangsmaterial: Aus einer Dummy-Kamera und einer Webcam muss sich doch eine anständige Lösung bauen lassen. Materialwert inklusive Porto: Circa 25 Euro.

Um die Kamera dicht zu bekommen, wollen wir sie schlachten. Das Gehäuse kommt in den Müll, die Elektronik gießen wir in Harz ein. So macht das zum Beispiel NASA mit Satelliten, die ins All geschossen werden. Doch einen hässlichen Klumpen vor die Tür zu hängen, kommt nicht in Frage – jetzt brauchen wir noch eine attraktive Verpackung. Am liebsten in Dome-Form, also jenen Halbkugeln, die wir aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Casinos oder Aufzügen kennen.

Bei Pearl oder eBay gibt es Dummy-Kameras, die genau so aussehen, für wenige Euros. Im Inneren der verspiegelten Halbkugel sitzt eine Fake-Linse samt rot blinkender Leuchtdiode, die klarstellen soll: Hier wird überwacht. Die falsche Kamera muss sich doch durch eine echte ersetzen lassen?! Wir finden es heraus – und ersteigern ein Zweier-Pack dieser Dummys für 5 Euro plus Versand.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu 25 Euro Materialkosten: wetterfeste Überwachungskamera im Eigenbau

  • Am 22. Oktober 2014 um 00:46 von KONTAKT@CHRISTOPHLUKAS.COM

    Salü zusammen,
    ich konnte leider keine Bilder sehen habe mir dennoch den Text quer durch gelesen. hört sich super an, merci für Eure mühe.
    Hättet Ihr lust eine stand alone lösung zu bauen ich habe ein haus im wald und es wird eingebrochen oder schutt abgeladen den ich dann abtransportiern darf wenn der/die Täter nicht ermittelt werden konnten. Die erste Frage der Polizei lautet immer : „kennen Sie den Täter?“ kein Scherz

    • Am 22. Oktober 2014 um 12:37 von Anja Schmoll-Trautmann

      Hallo,
      Fehler ist behoben und die Bilder sind jetzt wieder sichtbar :-)
      Beste Grüße, Redaktion CNET.de

      • Am 21. Oktober 2015 um 17:50 von Benni

        Super idee

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