Sony NEX-5 im Test: Geschwindigkeit und Rauschen top, Farbwiedergabe flop

Seit auf der PMA im Februar ein paar Holzklözchen mit davorgeschraubten Objektiven zu sehen waren, warten Fotografiebegeisterte gespannt auf Sonys kompakte Systemkamera. Jetzt ist es soweit, Sony hat die NEX-5 und die NEX-3 offiziell vorgestellt. Die beiden Modelle sind die bislang kompaktesten Vertreter in dieser Kameraklasse und greifen die Konkurrenz mit aggressiven Preisen an.

Im Wesentlichen unterscheiden sich die NEX-5 und die NEX-3 nur in drei Aspekten. Die Gehäuse sind etwas verschieden – die NEX-5 kommt im hochwertigeren Aluminiumkleid. Zweitens zeichnet die NEX-5 Full-HD-Videos im AVCHD-Codec auf anstelle von 1280 mal 720 Pixeln im MPEG-4-Format. Und drittens kostet die NEX-5 100 Euro mehr. Unsere Kollegen von CNET.com konnten bereits ein Seriengerät ergattern und ausgiebig unter die Lupe nehmen.

Das günstigste NEX-5-Kit beinhaltet neben der Kamera das ebenfalls frisch vorgestellte 16-Millimeter-Pancake-Objektiv mit einer kleinsten Blendenzahl von F2,8. Für 50 Euro mehr gibt es anstelle der Festbrennweite eine Zoomoptik mit 18 bis 55 Millimetern Brennweite.

Design

Es wirkt, als würde die Kamera fast nur aus Objektiv bestehen. Die großen E-Mount-Linsen dominieren das Erscheinungsbild der NEX-5. Die vollständig aus Aluminium gefertigten Objektive machen einen fantastisch verarbeiteten Eindruck. Sowohl der Zoom- als auch der Fokusring drehen sich sehr weich. Auch wenn die 18-bis-55-Millimeter-Optik überdimensioniert wirkt, liegt die Digicam dennoch erstaunlich gut in der Hand.

Schaut fast nach Fotomontage aus: Das hier auf der NEX-3 montierte 18-bis-200-Millimeter-Objektiv soll im Sommer in den Handel kommen.
Schaut fast nach Fotomontage aus: Das hier auf der NEX-3 montierte 18-bis-200-Millimeter-Objektiv soll im Sommer in den Handel kommen.

Im Gegensatz zu Sonys Spiegelreflexkameras bringen die beiden NEX-Modelle keinen im Gehäuse integrierten Bildstabilisator mit. Wenn es einen Verwacklungsschutz gibt, dann ist er im Objektiv integriert. Bei der 18-bis-55-Millimeter-Kitoptik ist das der Fall. Wer jedoch beispielsweise mittels Adapter eine Linse von seiner Alpha-DSLR an der Kamera montiert, muss auf eine Bildstabilisierung verzichten. Der Autofokus funktioniert hier ebenfalls nicht.

Wie bei Olympus’ Micro-Four-Thirds-Kameras E-P1 und E-P2 gibt es auch bei der NEX-5 keinen integrierten Blitz. Immerhin ist eine Aufsteck-Beleuchtung für den proprietären Zubehörschuh im Karton enthalten. Wie Olympus verzichtet auch Sony auf den elektronischen Sucher – sowohl im Gehäuse als auch als aufsteckbares Zubehör. Zwar gibt es einen optischen Sucher, der für die 16-Millimeter-Festbrennweite konzipiert ist, doch das ist ein eher schwacher Trost. Das Display löst zwar hoch auf und ist sehr hell, bei direktem Sonnenlicht fällt es uns allerdings dennoch schwer, etwas zu erkennen.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Sony NEX-5 im Test: Geschwindigkeit und Rauschen top, Farbwiedergabe flop

  • Am 2. Juni 2010 um 15:10 von Huber Karl

    Sony NEX-5
    Danke für diesen sehr aufschlußreichen Bericht, obwohl ich jetzt etwas enttäuscht bin. Warte seit der ersten Meldung auf einen Testbericht und lese, dass diese Kamera doch nicht der "Überflieger" ist, werde noch etwas abwarten, aber im Zweifel die GF1 nehmen.

  • Am 5. September 2010 um 11:08 von Enmanuel

    Super Kamera!
    Die Kamera habe ich seit einigen Wochen. Eigentlich ist sie in der Praxis besser als die Testberichte sagen!

  • Am 5. Dezember 2011 um 00:39 von Sebastian Ebbers

    Spitze!
    Der Test von Cnet sollte man nicht als falsch bewerten, aber wir sprechen hier von Kritik auf hohem Niveau. Besonders weil die Kamera so schön günstig wird sollte man zugreifen!

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